Köln: Staatsschutz ermittelt nach Hakenkreuz-Vorfall in Straßenbahn
Die Polizei Köln hat eine öffentliche Fahndung nach einem Mann eingeleitet, der in einer Straßenbahn der KVB-Linie 9 ein verbotenes Hakenkreuz-Tattoo auf seiner rechten Wade zur Schau stellte. Der Vorfall ereignete sich am 9. August 2025 gegen 17 Uhr zwischen den Haltestellen Heumarkt und Neumarkt im Herzen der Domstadt.
Fahrgäste reagierten entsetzt und dokumentierten den Vorfall
Mehrere Fahrgäste der Straßenbahn bemerkten den Mann, der eine kurze Hose trug und dadurch das verfassungsfeindliche Symbol deutlich sichtbar machte. Ein aufmerksamer Fahrgast fotografierte den Täter und übergab das Bildmaterial umgehend der Polizei. Die Beamten bestätigten, dass es sich bei dem Tattoo eindeutig um ein Hakenkreuz handelt, dessen öffentliches Zeigen nach § 86a StGB strafbar ist.
Laut deutschem Strafgesetzbuch drohen für das Verwenden und öffentliche Zeigen solcher verfassungsfeindlicher Kennzeichen Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder erhebliche Geldstrafen. Die Polizei betont, dass derartige Symbole in Deutschland verboten sind und konsequent verfolgt werden.
Staatsschutz übernimmt Ermittlungen und sucht Zeugen
Die Ermittlungen wurden inzwischen an den Staatsschutz übergeben, der nun intensiv nach dem unbekannten Mann sucht. Die Behörden bitten um Mithilfe der Bevölkerung und hoffen auf Zeugen, die weitere Hinweise zur Identität oder zum aktuellen Aufenthaltsort des Gesuchten liefern können.
Wer sachdienliche Informationen hat, kann sich unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de an die Polizei Köln wenden. Jeder Hinweis könnte entscheidend für die Aufklärung des Falls sein.
Polizei warnt vor verfassungsfeindlichen Symbolen
Die Kölner Polizei nutzt den Vorfall, um erneut auf die rechtlichen Konsequenzen des Tragens verfassungsfeindlicher Symbole hinzuweisen. Solche Taten werden nicht toleriert und konsequent geahndet. Die Behörden appellieren an die Zivilcourage der Bürger, verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden.
Der Fall zeigt, wie wichtig die Wachsamkeit der Bevölkerung bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus ist. Die Polizei Köln bleibt in der Sache weiterhin aktiv und bittet die Öffentlichkeit um Unterstützung bei der Fahndung.



