Techniker entdeckt manipulierten Stromzähler und Cannabis-Plantage in Wohnung
Stromzähler manipuliert: Techniker findet Cannabis-Plantage

Techniker entdeckt bei Ablesung doppelte Überraschung in Spremberg

Ein Techniker hat bei einer Routineablesung in einem Mehrfamilienhaus in Spremberg in der Lausitz eine unerwartete Entdeckung gemacht. Während er am Freitag einen Stromzähler überprüfte, stellte er fest, dass dieser technisch manipuliert und überbrückt worden war. Diese Feststellung eines mutmaßlichen Stromdiebstahls war jedoch nur der Anfang einer ungewöhnlichen Ermittlung.

Von der Strommanipulation zur Drogenplantage

Nachdem der Techniker die Manipulation am Zähler bemerkt hatte, überprüfte er die dazugehörige Wohnung im Gebäude. Dort erwartete ihn eine weitere Überraschung: In den Räumlichkeiten befand sich eine vollständig eingerichtete Aufzuchtplantage für Cannabis. Die Polizei bestätigte, dass insgesamt 21 Cannabispflanzen sichergestellt wurden, die unter kontrollierten Bedingungen kultiviert worden waren.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Stromdiebstahl in direktem Zusammenhang mit dem illegalen Anbau stand. Offenbar wurde die technische Manipulation am Zähler vorgenommen, um den erhöhten Energieverbrauch der Pflanzenbeleuchtung und Klimatisierung zu verschleiern. Solche Aufzuchten benötigen erhebliche Mengen an Strom für spezielle Lampen, Belüftungssysteme und Temperaturregelung.

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Polizei leitet umfassendes Strafverfahren ein

Die Polizei hat nach der Entdeckung umgehend ein Strafverfahren eingeleitet. Ermittelt wird nun sowohl wegen des Verdachts auf Stromdiebstahl als auch wegen des unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln. Beide Delikte können mit erheblichen Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen geahndet werden.

Die Beamten sicherten nicht nur die Pflanzen, sondern auch die gesamte Aufzuchtausrüstung. Dazu gehören vermutlich spezielle Beleuchtungssysteme, Bewässerungsanlagen, Ventilatoren und möglicherweise weitere technische Geräte, die für den Indoor-Anbau von Cannabis typisch sind. Die Bewohner der Wohnung wurden zunächst nicht namentlich genannt, die Ermittlungen zur Identität der Verantwortlichen laufen jedoch.

Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie Stromdiebstahl oft mit weiteren illegalen Aktivitäten verbunden sein kann. Energieversorger und Polizeibehörden arbeiten in solchen Fällen eng zusammen, um sowohl den finanziellen Schaden für die Versorgungsunternehmen als auch die kriminellen Machenschaften in Wohngebäuden aufzudecken.

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