Hamburg: Student brutal ermordet – Mutter verabschiedet sich mit letztem Gruß
Es war der schwerste Gang ihres Lebens, den diese Mutter gehen musste. Um 12 Uhr trugen sechs Sargträger den weißen, mit Rosen geschmückten Sarg auf den kleinen Friedhof in Hamburg-Kirchdorf. Ganz in Schwarz gekleidet folgten ihm die Eltern, rund 50 Angehörige, Freunde und Bekannte. Sie alle nahmen Abschied von Obinna Kenneth O., einem 24-jährigen Studenten, der von Unbekannten in Hamburg gewaltsam aus dem Leben gerissen wurde.
Die tragischen Umstände des Todes
Der 24-Jährige wurde am 6. Februar an der Bushaltestelle Mehringsweg im Hamburger Stadtteil Eißendorf gefunden. Zunächst ging die Polizei davon aus, dass er sich dort mit einem Freund getroffen und beide von mehreren maskierten Angreifern attackiert worden seien. Sein Begleiter flüchtete und fand seinen Freund später lebensgefährlich verletzt. Retter konnten das Leben von Obinna Kenneth O. nicht mehr retten – er erlag in der Klinik seinen schweren Kopfverletzungen.
Inzwischen hat die Polizei diese Schilderungen jedoch widerlegt. In einer aktuellen Mitteilung heißt es: „Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden handelt es sich bei dem Fundort nicht um den eigentlichen Tatort. Es wird davon ausgegangen, dass das Opfer, nachdem ihm die Verletzungen zugefügt worden waren, seitens der Täter zu dem späteren Auffindeort verbracht wurde.“
Mögliches Motiv: Geldforderungen
Noch fehlt von den Tätern jede Spur, doch die Polizei geht nicht mehr von einem zufälligen Opfer aus. Ein Sprecher erklärte: „Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter möglicherweise aus dem persönlichen Umfeld des Geschädigten stammen. Die Tat könnte in Zusammenhang mit Geldforderungen stehen.“ Nach Informationen hatte sich der Student vor seinem Tod sehr für Investment-Geschäfte im Internet interessiert, was ein mögliches Motiv darstellen könnte.
Fahndung und Belohnung
Um den Tätern auf die Spur zu kommen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5000 Euro ausgelobt. Die Polizei bittet dringend um Hinweise unter der Telefonnummer 040/428 65 67 89. Nach der Bluttat suchten Polizisten auch mit einem Hund nach Spuren, um neue Ermittlungsansätze zu finden.
Die Trauergemeinde versammelte sich am Grab, während die Sargträger ihren letzten Dienst verrichteten. In diesem Moment der tiefsten Trauer winkte die Mutter ihrem toten Sohn ein letztes Mal zu – ein bewegender Abschied, der die Tragödie dieses brutalen Verbrechens unterstreicht.



