Münchner Tankstellenmitarbeiter verurteilt: Lottogewinn von 1,5 Millionen Euro unterschlagen
Tankstellenmitarbeiter unterschlägt 1,5-Millionen-Lottogewinn

Münchner Tankstellenmitarbeiter verurteilt: Lottogewinn von 1,5 Millionen Euro unterschlagen

Das Amtsgericht München hat einen Tankstellenmitarbeiter aus Bayern zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Der Mann, Patrick D., hatte versucht, einen Lottoschein mit einem Gewinn von rund 1,5 Millionen Euro für sich selbst einzulösen, nachdem einem Kunden der Gewinn zuvor vorenthalten worden war. Das Urteil wurde am 20. März 2026 verkündet und bestätigt Berichte der Münchner Boulevardzeitung »TZ« und der »Bild«-Zeitung.

Betrug in der Tankstelle in Grasbrunn

Im April 2024 suchte ein Lottospieler eine Tankstelle in Grasbrunn bei München auf, um seinen Schein prüfen zu lassen. Dort erhielt er fälschlicherweise die Auskunft, dass kein Gewinn erzielt worden sei, wie eine Lottosprecherin der »Bild«-Zeitung mitteilte. Der Kunde ließ den Schein daraufhin zurück. Bei dem Mitarbeiter, der diese falsche Information gab, handelte es sich nicht um Patrick D., sondern um einen anderen Angestellten, der den Lottoschein an D. weiterreichte.

Versuch der Gewinneinlösung in der Lottozentrale

Nach einigen Monaten begab sich Patrick D. zur Lottozentrale in München, um den Gewinn persönlich abzuholen. Allerdings wurden die Mitarbeiter dort misstrauisch, da Angestellte von Lotto-Annahmestellen dort nicht spielen dürfen. D. gestand die Tat vor Gericht. Ob gegen den zweiten Mitarbeiter ermittelt wird, konnte ein Sprecher des Amtsgerichts nicht mitteilen. Die Staatsanwaltschaft hat sich bislang nicht zu dieser Frage geäußert.

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Verlust für den eigentlichen Gewinner

Der eigentliche Gewinner des Lottoscheins konnte bislang weder von den Strafverfolgungsbehörden noch von der Lottogesellschaft ermittelt werden. Ohne den physischen Lottoschein hat er keinen Anspruch auf den Gewinn, sodass die 1,5 Millionen Euro für ihn verloren sind. Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung von Vorsichtsmaßnahmen bei der Prüfung von Lottoscheinen und die Risiken von Betrug in Annahmestellen.

Hintergrund: Solche Betrugsfälle sind selten, aber zeigen Schwachstellen im System auf. Experten raten Spielern, ihre Scheine stets persönlich zu überprüfen oder digitale Methoden zu nutzen, um Manipulationen zu vermeiden. Die Justiz in Bayern hat mit diesem Urteil ein deutliches Zeichen gegen kriminelle Machenschaften im Glücksspielbereich gesetzt.

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