Tankstellenräuber springt in München auf Flucht vor Polizei von Balkon
Ein 43-jähriger Mann und sein 36-jähriger Komplize haben am Montagmorgen einen Überfall auf eine Shell-Tankstelle am Innsbrucker Ring in München verübt. Die mutmaßlichen Täter, beide in München lebende Griechen, fuhren mit einem Motorrad zu der Tankstelle. Gegen 8 Uhr betrat der 43-Jährige maskiert mit seinem Motorradhelm den Verkaufsraum, bedrohte die 27-jährige Kassiererin mit einem Messer und forderte Bargeld. Die Angestellte übergab ihm etwa 500 Euro, woraufhin der Täter zu seinem wartenden Komplizen auf dem Tankstellengelände zurückkehrte.
Schlecht geplanter Überfall mit folgenschwerem Fehler
Was die beiden Männer nicht bedacht hatten, war die allgegenwärtige Videoüberwachung an Tankstellen. Eine Kamera an einer Zapfsäule erfasste das Kennzeichen ihres Motorrades, was sich als entscheidender Fehler herausstellte. Nachdem die Räuber geflohen waren, alarmierte die Kassiererin umgehend die Polizei. Die Beamten überprüften das registrierte Kennzeichen und konnten so schnell die Identität der Verdächtigen ermitteln.
Festnahme nur Stunden nach der Tat
Wenig später standen Polizisten vor der Wohnung des 43-Jährigen in Giesing. Sein Komplize war ebenfalls anwesend, ebenso wie die Beute aus dem Überfall und die Tatkleidung. Bei der Festnahme versuchte der 43-Jährige, sich der Polizei durch einen Sprung vom Balkon seiner Wohnung im zweiten Stock zu entziehen. Dabei zog er sich leichte Verletzungen zu, wie ein Polizeisprecher am Dienstag mitteilte. Beide mutmaßlichen Täter wurden anschließend festgenommen.
Einschlägig bekannte Verdächtige
Der 43-Jährige ist der Polizei bereits wegen früherer Raubdelikte bekannt und hat bereits Haftstrafen verbüßt. Die Verdächtigen wurden am Dienstag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der über eine mögliche Untersuchungshaft entscheiden muss. Das Kommissariat 21 ermittelt gegen sie wegen bewaffneten Raubüberfalls. Dieser Vorfall unterstreicht einmal mehr die Bedeutung moderner Überwachungstechnik bei der Aufklärung von Straftaten und die schnelle Reaktion der Münchner Polizei.



