Thüringen: Fake-Shops verursachen weiterhin hohen Schaden von rund 600.000 Euro
Thüringen: Fake-Shops verursachen 600.000 Euro Schaden

Thüringen: Fake-Shops verursachen weiterhin hohen Schaden von rund 600.000 Euro

Im Freistaat Thüringen entsteht durch sogenannte Fake-Shops im Internet weiterhin ein erheblicher finanzieller Schaden. Laut einer aktuellen Antwort des Thüringer Innenministeriums auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion summierte sich der Schaden im vergangenen Jahr auf rund 600.000 Euro. Diese betrügerischen Online-Shops täuschen seriöse Händler vor und locken Kundinnen und Kunden in die Falle.

Zahl der Fälle sinkt, Schadenssummen bleiben hoch

Auffällig ist, dass die jährliche Gesamtschadenssumme mittelfristig relativ konstant bleibt, während die Zahl der registrierten Fälle deutlich zurückgeht. Im Jahr 2021 wurden noch etwa 1.400 Fälle gemeldet, bis 2025 sank diese Zahl auf rund 700. Dies deutet darauf hin, dass die Betroffenen im Durchschnitt höhere Summen verlieren, wenn sie auf die betrügerischen Angebote hereinfallen.

Die Schadenssummen bewegten sich in den letzten Jahren meist zwischen 500.000 und 656.000 Euro. Eine Ausnahme bildet das Jahr 2023, als der Schaden mit etwa 365.000 Euro deutlich niedriger lag. Ältere Daten werden vom Ministerium statistisch nicht erfasst, was die Langzeitanalyse erschwert.

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Professionelle Täuschung und schwierige Verfolgung

Fake-Shops sind betrügerische Webseiten, die seriöse Online-Händler vortäuschen. Kundinnen und Kunden bestellen dort Waren und bezahlen im Voraus, erhalten jedoch entweder keine Lieferung oder gefälschte Produkte. Die Seiten wirken zunehmend professioneller, sodass es für Verbraucher oft schwer ist, seriöse Anbieter von Kriminellen zu unterscheiden. Häufig gelangen Nutzer über Suchmaschinen auf diese Angebote, was die Reichweite der Betrüger erhöht.

Für die Behörden ist die Verfolgung der Täter oft schwierig, da diese häufig im Ausland operieren und ihre Spuren verwischen. Umso wichtiger ist es, dass Verbraucher unseriöse Anbieter selbst erkennen können. Daher informieren die Polizei und die Verbraucherzentrale Thüringen regelmäßig über typische Betrugsmaschen und geben Hinweise für sicheres Online-Shopping.

Prävention als Schlüssel gegen Internetbetrug

Um dem Problem entgegenzuwirken, setzen die Behörden auf Aufklärung und Prävention. Verbraucher werden dazu angehalten, vor einer Bestellung stets die Seriosität des Shops zu überprüfen. Dazu gehören:

  • Die Überprüfung von Impressum und Kontaktdaten
  • Das Lesen von Kundenbewertungen und Erfahrungsberichten
  • Die Nutzung sicherer Zahlungsmethoden wie Nachnahme oder PayPal
  • Die Skepsis bei unrealistisch günstigen Angeboten

Obwohl die Zahl der Fälle zurückgeht, bleibt der finanzielle Schaden in Thüringen hoch. Die kontinuierliche Aufklärungsarbeit und die Sensibilisierung der Verbraucher sind daher entscheidend, um die Gefahr durch Fake-Shops einzudämmen. Nur durch gemeinsame Anstrengungen von Behörden, Verbraucherschützern und der Bevölkerung kann der Kampf gegen diese Form der Internetkriminalität erfolgreich geführt werden.

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