Tod durch Verbrühung: Warum weinte Sophie nicht? Prozess in Halle
Tod durch Verbrühung: Warum weinte Sophie nicht?

Halle (Saale) – Im Landgericht Halle sorgt der Fall der zweijährigen Sophie, die nach schweren Verbrühungen starb, für Entsetzen und Trauer. Die Tante des angeklagten Vaters, eine 65-jährige Frau, brach im Zeugenstand in Tränen aus: „Ich habe doch schon meinen Sohn verloren.“ Sie hatte versucht, das Mädchen zu retten. Ihre Schwester (58), die ebenfalls als Zeugin geladen ist, soll über die letzten Tage und Stunden ihrer Großnichte aussagen.

Die Tat und ihre Folgen

Sophie starb am 12. Mai 2024 an den Folgen schwerer Verbrühungen. Der Vater des Kindes (38) sitzt auf der Anklagebank, ihm wird vorgeworfen, die Verletzungen verursacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Gewaltverbrechen aus. Die Tante schilderte vor Gericht, wie sie verzweifelt versuchte, Sophie zu helfen, doch alle Rettungsversuche scheiterten. Besonders rätselhaft: Das zweijährige Mädchen soll trotz schlimmster Verletzungen nicht geweint haben. Die Frage, warum Sophie nicht weinte, beschäftigt die Ermittler und den Gerichtssaal.

Die Rolle des Vaters

Der Angeklagte gibt sich ahnungslos und bestreitet die Vorwürfe. Die Anklage wirft ihm jedoch vor, die Verbrühungen bewusst herbeigeführt zu haben. Die Tante äußerte Zweifel an seiner Unschuld: „Er hat doch gewusst, was passiert ist.“ Die Verhandlung wird von starken Emotionen begleitet. Vor dem Kinderzimmerfenster von Sophie wurden nach ihrem Tod Kerzen und Rosen abgelegt – ein stilles Gedenken an das kurze Leben des Mädchens.

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Der Prozessverlauf

Das Landgericht Halle verhandelt den Fall seit Wochen. Neben der Tante sollen weitere Zeugen gehört werden, darunter die Mutter des Kindes. Die Staatsanwaltschaft fordert eine hohe Haftstrafe für den Vater. Der Prozess wirft auch gesellschaftliche Fragen auf: Wie konnte es zu solch einer Tat kommen? Und warum griff niemand rechtzeitig ein? Die Verteidigung des Angeklagten plädiert auf Freispruch, da die Beweislage nicht eindeutig sei. Die Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet.

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