Bundespolizei stoppt Traktordiebe auf A11: 140.000 Euro Beute auf Lkw-Ladefläche
Traktordiebe auf A11 gestoppt: 140.000 Euro Beute gesichert

Bundespolizei stoppt spektakulären Traktordiebstahl auf der Autobahn 11

In einem aufsehenerregenden Einsatz hat die Bundespolizei auf der Autobahn 11 bei Pomellen, nahe der deutsch-polnischen Grenze, einen Lkw mit zwei mutmaßlich gestohlenen Kleintraktoren gestoppt. Die beiden landwirtschaftlichen Fahrzeuge, die auf der Ladefläche des Lastwagens transportiert wurden, haben einen geschätzten Wert von rund 140.000 Euro. Bei der Kontrolle wurden zwei Männer vorläufig festgenommen, nachdem sie zuvor eine kilometerlange Verfolgungsjagd mit den Beamten ausgelöst hatten.

Verfolgungsjagd auf der A11 endet mit erfolgreichem Stopp

Die Ereignisse begannen am Mittwoch, als eine Fahndungsstreife der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt auf der A11 einen polnisch zugelassenen Lkw und einen vorausfahrenden Pkw aus Polen ins Visier nahm. Als die Beamten versuchten, beide Fahrzeuge anzuhalten, ignorierten die Fahrer die eindeutigen Signale und setzten ihre Fahrt fort. Erst nach etwa zehn Kilometern gelang es den Polizisten, den Lkw schließlich zum Stehen zu bringen und die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Festnahmen und verdächtige Ladung

Im Führerhaus des gestoppten Lkw saßen ein 34-jähriger Ukrainer und ein 21-jähriger Pole. Der Fahrer präsentierte einen ukrainischen Reisepass, einen polnischen Aufenthaltstitel sowie eine polnische Fahrerlaubnis, während der Beifahrer sich mit einer polnischen ID-Karte auswies. Auf der Ladefläche fanden die Beamten zwei Kleintraktoren der Marke John Deere – einer bereits mit Kennzeichen versehen, der zweite ein offensichtliches Neufahrzeug. Sofort bestand der Verdacht, dass es sich bei den Maschinen um Diebesgut handeln könnte.

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Weitere Ermittlungen und verdächtige Funde

Parallel zur Kontrolle des Lkw überprüfte eine weitere Streife den vorausfahrenden Pkw, in dem sich drei polnische Staatsangehörige befanden. Diese verweigerten zunächst die Herausgabe ihrer Ausweisdokumente, gaben aber nach mehrfacher Aufforderung nach. Der Fahrer zeigte einen polnischen Reisepass, während der Beifahrer digitale Identitätskarten für sich und seinen zwölfjährigen Sohn auf dem Handy präsentierte. Obwohl keine aktuellen Fahndungsnotierungen vorlagen, war der Fahrer bereits polizeilich wegen eines besonders schweren Diebstahls bekannt.

Wegen zunehmend aggressiven Verhaltens wurden Fahrer und Beifahrer des Pkw gefesselt und zur Eigensicherung durchsucht. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs entdeckten die Einsatzkräfte mehrere verdächtige Gegenstände, darunter:

  • Mehrere Bolzenschneider
  • Akkugeräte wie eine Flex
  • Schlüsselrohlinge
  • Handschuhe und Überziehmasken
  • Verschiedenes Kleinwerkzeug

Zusammenhang mit Diebstahl in Templin aufgeklärt

Über das Mobiltelefon des Beifahrers konnte ein direkter Kontakt zum Telefon des Lkw-Beifahrers hergestellt werden, was den Verdacht auf eine organisierte Tat verstärkte. Erste Ermittlungen ergaben, dass die beiden Traktoren in der Nacht zum 20. März von einem Firmengelände in Templin in der Uckermark entwendet worden waren. Der Fall wurde anschließend an die Kriminalpolizei in Anklam übergeben, die nun die weiteren Hintergründe aufklären wird.

Dieser spektakuläre Einsatz der Bundespolizei zeigt einmal mehr, wie wichtig grenzüberschreitende Zusammenarbeit und wachsame Kontrollen im Kampf gegen organisierte Kriminalität sind. Die schnelle Reaktion der Beamten verhinderte möglicherweise den Abtransport der wertvollen Diebesbeute über die Grenze.

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