Bei einem weiteren Angriff des US-Militärs auf ein Boot mutmaßlicher Drogenschmuggler im Ostpazifik sind zwei Männer getötet worden. Das teilte das für die Region zuständige Südkommando (Southcom) auf der Plattform X mit. Das Boot sei Geheimdienstangaben zufolge entlang bekannter Drogenschmuggelrouten unterwegs und von als terroristisch eingestuften Organisationen betrieben worden.
Überlebender gerettet
Bei der Attacke habe es einen Überlebenden gegeben, weshalb die US-Küstenwache für Rettungsmaßnahmen eingeschaltet wurde. Zunächst gab es keine Angaben dazu, ob die Person tatsächlich geborgen werden konnte. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nachdem das US-Militär bereits ähnliche Operationen durchgeführt hatte.
Hintergrund der Angriffe
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump lässt seit vergangenem Herbst wiederholt Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Pazifik angreifen. Dabei wurden nach Militärangaben bereits weit über 100 Personen getötet. Als rechtliche Grundlage dient die Einstufung von Drogenkartellen als Terrororganisationen durch die Trump-Regierung.
Kritiker bezweifeln jedoch, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Besondere Aufmerksamkeit erregten Berichte, wonach bei einem früheren Angriff zwei Überlebende bei einer anschließenden Attacke getötet wurden, obwohl sie dem US-Militär faktisch ausgeliefert waren und nicht mehr fliehen konnten.
Die jüngste Operation zeigt, dass das US-Militär seine Strategie gegen Drogenschmuggel fortsetzt, trotz internationaler Bedenken. Die genauen Umstände des Angriffs sowie der Zustand des Überlebenden bleiben vorerst unklar.



