Ein kurioser Einsatz hat in Mühlen Eichsen für Aufsehen gesorgt. Fünf Feuerwehren rückten am Montag, 18. Mai 2026, zu einem vermeintlichen Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus aus. Doch statt eines Feuers fanden die Einsatzkräfte nur verbrannte Bratkartoffeln auf dem Herd vor.
Rauch im Mehrfamilienhaus
Gegen Mittag bemerkten Anwohner eine starke Rauchentwicklung im Treppenhaus und alarmierten die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte aus Mühlen Eichsen, Dalberg-Wendelstorf, Rüting, Gadebusch und Rehna rückten mit rund 35 Helfern an. Auch Polizei und Rettungsdienst waren vor Ort.
Wie sich herausstellte, war das Essen auf dem Herd vergessen worden und völlig verkohlt. Die Flammen hatten jedoch nicht auf die Wohnung übergegriffen. Die Feuerwehrleute entfernten die verbrannten Überreste und lüfteten die betroffene Wohnung sowie den Hausflur. Die Wohnung blieb bewohnbar, wie Einsatzleiter Martin Weber bestätigte.
Schlafender Bewohner bemerkte nichts
Der Bewohner der Wohnung hatte offenbar tief und fest geschlafen. Nach Informationen unserer Zeitung reagierte er weder auf das Klingeln der Einsatzkräfte noch auf die lauten Warnrufe. Erst als Feuerwehrleute mit einer Leiter auf den Balkon kletterten und gegen die Fensterscheiben klopften, wachte der Mann auf.
Vorsorglich brachten Rettungskräfte aus Gadebusch den Bewohner in ein Krankenhaus, da der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung bestand. Die genauen Kosten des Einsatzes sind noch unklar, doch für den Verursacher könnten mehrere hundert Euro fällig werden, wenn ihm der Einsatz in Rechnung gestellt wird.



