Vermummter zertrümmert Scheibe an AfD-Büro in Sternberg und beschimpft Abgeordneten
In Sternberg bei Schwerin ist es zu einem schwerwiegenden Angriff auf das Wahlkreisbüro des AfD-Landtagsabgeordneten Jan-Phillip Tadsen gekommen. Der Vorfall ereignete sich am Montag kurz vor Mitternacht, als sich der Politiker noch klar ersichtlich in den Räumlichkeiten befand. Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen schlug eine bislang unbekannte, vermummte männliche Person mit einem unbekannten Gegenstand die verglaste Eingangstür des Büros ein.
Politiker vor Ort angepöbelt und bedroht
Der Täter beschimpfte den anwesenden Landtagsabgeordneten laut dessen eigenen Angaben als "Faschist", bevor er flüchtete. Jan-Phillip Tadsen, der auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag ist, erklärte, der Angriff habe direkt vor seinen Augen stattgefunden. "Dies zeigt, dass die Verrohung der politischen Auseinandersetzung in Deutschland in erschreckendem Tempo voranschreitet – angeheizt durch eine enthemmte Hetze linker Kreise", so der betroffene Politiker in einer ersten Stellungnahme.
Staatsschutz übernimmt Ermittlungen
Die Kriminalpolizei sicherte umgehend Spuren am Tatort in der Kütiner Straße und leitete Fahndungsmaßnahmen ein. Der Täter konnte jedoch entkommen. Bei ihm soll es sich um eine etwa 1,75 Meter große männliche Person handeln, die zur Tatzeit einen roten Schal oder eine rote Sturmhaube vor dem Gesicht trug. Der Sachschaden wird auf rund 1000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen laufen wegen Sachbeschädigung und Beleidigung, wobei der Staatsschutz die Untersuchungen übernommen hat.
AfD verurteilt Angriff scharf
Die AfD-Landtagsfraktion verurteilte den Vorfall aufs Schärfste und forderte eine lückenlose Aufklärung sowie die konsequente strafrechtliche Verfolgung des Täters. Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Tat oder zur Person des Täters machen können, sich bei der Polizei in Sternberg unter der Rufnummer 03847 43270 zu melden. Der Angriff wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Politikerinnen und Politikern sowie zur Eskalation politisch motivierter Gewalt in Deutschland auf.



