Willi Weber-Überfall aufgeklärt: Vier Verdächtige in Rumänien festgenommen
Willi Weber-Überfall: Vier Verdächtige in Rumänien festgenommen

Brutale Villenüberfälle mit Millionenbeute aufgeklärt

Die Polizei hat einen spektakulären Fall von organisierten Villenüberfällen aufgeklärt, bei dem prominente und wohlhabende Opfer gefesselt, bedroht und ausgeraubt wurden. Im Zentrum der Ermittlungen stand der brutale Überfall auf den ehemaligen Formel-1-Manager Willi Weber und seine Frau in ihrer Stuttgarter Villa im vergangenen Dezember. Nun konnten vier mutmaßliche Täter im Alter zwischen 32 und 55 Jahren in Rumänien festgenommen werden.

Systematisches Vorgehen der Täter

Die Ermittler beschreiben die Vorgehensweise der Verdächtigen als besonders brutal und skrupellos. Die Täter drangen in die Villen ein, überwältigten die Bewohner, fesselten sie und schlossen sie stundenlang in Räumen ein. Dabei gingen sie mit erheblicher Gewalt vor, verletzten ihre Opfer und bedrohten sie teilweise mit Schusswaffen. Ihr Ziel waren stets wertvolle Gegenstände wie Schmuck, Geld und andere Wertgegenstände.

Allein bei den beiden Überfällen in Stuttgart geht die Polizei von einer Beute im Millionenwert aus. Die Täter zwangen ihre Opfer sogar, Tresore zu öffnen, um an die wertvollsten Besitztümer zu gelangen. Die gefesselten Opfer konnten sich meist erst Stunden später befreien oder wurden von Angehörigen gefunden.

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Mehrere Überfälle in Stuttgart und Bayern

Die nun festgenommenen Männer werden nicht nur mit dem Überfall auf Willi Weber in Verbindung gebracht, sondern sollen für mindestens drei weitere brutale Raubüberfälle verantwortlich sein:

  • Ein Überfall auf ein älteres Ehepaar in Stuttgart Mitte September 2025
  • Ein Raub in Stuttgart im Januar 2025, bei dem Schmuck im Wert von mehreren Hunderttausend Euro erbeutet wurde
  • Ein Überfall auf eine Familie in Altenstadt im Landkreis Neu-Ulm im Juni 2025

Bei allen Taten zeigte sich das gleiche Muster: Nachtzeit, brutale Gewaltanwendung, Fesselung der Opfer und gezielte Suche nach Wertgegenständen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine organisierte Bande handelte, die systematisch wohlhabende Haushalte ausspähte.

Internationale Fahndung führt zum Erfolg

Die Festnahme gelang durch eine intensive internationale Zusammenarbeit. Ermittler aus Deutschland arbeiteten mit Europol, der zentralen Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union, sowie mit rumänischen und französischen Polizeieinheiten zusammen. Die Verdächtigen wurden im Kreis Vaslui in Rumänien gefasst, zeitgleich wurden Wohnungen in Frankreich und Neu-Ulm durchsucht.

Polizeipräsident Markus Eisenbraun vom Polizeipräsidium Stuttgart betonte die Bedeutung der Festnahmen: "Die beispiellose Skrupellosigkeit, mit der die Tatverdächtigen vorgegangen sind, hat den Druck auf die Ermittlungen natürlich noch mehr erhöht. Das Gefühl von Wehrlosigkeit und Fassungslosigkeit können wir den betroffenen Personen leider nicht nehmen, aber wir können dafür sorgen, dass nicht noch mehr Menschen solchen furchtbaren Angriffen in ihren eigenen vier Wänden ausgesetzt sind."

Willi Weber erleichtert über Festnahmen

Der 83-jährige Willi Weber, ehemaliger Manager von Formel-1-Legende Michael Schumacher, zeigte sich nach der Festnahme der mutmaßlichen Täter erleichtert. "Das ist schon eine Genugtuung", sagte Weber der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig räumte er ein: "Aber es ist auch nicht so, dass man sich sicherer fühlt." Die traumatischen Erlebnisse des brutalen Überfalls bleiben für den Ex-Manager und die anderen Opfer weiterhin präsent.

Die vier festgenommenen Rumänen sollen nun nach Deutschland ausgeliefert werden. Gegen sie liegen europäische Haftbefehle vor. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Taten und Tatbeteiligungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Polizei prüft weiterhin Zusammenhänge mit anderen unaufgeklärten Raubüberfällen in der Region.

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