Zoll entdeckt verbotene Souvenirs am Flughafen Leipzig-Halle
Der deutsche Zoll hat am Flughafen Leipzig-Halle einen aufwendig verzierten Elefantenstoßzahn und das Horn eines Nashorns beschlagnahmt. Diese Funde unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen im Kampf gegen den illegalen Handel mit geschützten Tierarten. Die Behörden gehen davon aus, dass viele Reisende aus Unwissenheit oder mangelndem Bewusstsein für die Rechtslage solche verbotenen Souvenirs mitführen.
Elefantenstoßzahn aus Nigeria entdeckt
Bei einer routinemäßigen Röntgenkontrolle des Gepäcks fiel den Zollbeamten ein seltsam wirkendes Objekt auf. Es handelte sich um einen mit kunstvollen Schnitzereien verzierten Stoßzahn eines Afrikanischen Elefanten, der im Gepäck eines Reisenden aus Nigeria versteckt war. Ein Experte des Leipziger Zoos bestätigte später, dass es sich um authentisches Elfenbein handelt. Dieser Fund zeigt, wie wichtig moderne Kontrolltechnologien für die Aufdeckung solcher Verstöße sind.
Nashorn-Horn aus Frankreich sichergestellt
Nur wenige Tage zuvor hatte der Zoll am selben Flughafen bereits ein 2,4 Kilogramm schweres Hornstück eines Nashorns beschlagnahmt. Das Horn war in einem Paket aus Frankreich versteckt, das oberflächlich mit gewöhnlichem Geschirr befüllt war. Diese raffinierte Tarnung konnte die aufmerksamen Beamten jedoch nicht täuschen. Die weiteren Ermittlungen zu beiden Fällen liegen nun beim Zollfahndungsamt, das mögliche Hintergründe und Netzwerke untersucht.
Häufige Verstöße durch Urlauber
Laut Angaben des Zolls kommt es immer wieder vor, dass bei Kontrollen geschützte Tiere und Pflanzen oder daraus hergestellte Waren aus dem Verkehr gezogen werden. "Die meisten Verstöße werden von Urlaubern begangen, die Erzeugnisse aus oder Teile von geschützten Tier- und Pflanzenarten aus Unwissenheit oder fehlendem Unrechtsbewusstsein als Souvenirs mit nach Hause bringen", erklärt der Zoll. Diese Fälle verdeutlichen die Notwendigkeit verstärkter Aufklärung über Artenschutzbestimmungen für Reisende.
Die Beschlagnahmungen in Leipzig sind Teil einer breiteren Problematik des Wildtierschmuggels, der global bedrohte Arten weiter gefährdet. Behörden und Artenschutzorganisationen betonen regelmäßig die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit und strenger Kontrollen an Verkehrsknotenpunkten wie Flughäfen.



