Alle zwei Tage ein Treffer: Zoll stoppt 184 geschmuggelte Autos auf A96 bei Lindau
Im Durchschnitt jeden zweiten Tag erwischten Zöllner im vergangenen Jahr auf der A96 bei Lindau in Bayern Schmuggler. Ihr illegales Gut: Fahrzeuge – vom alten Traktor bis zum teuren Sportwagen. Insgesamt stoppten die Kontrolleure 184 Autos, die nicht beim Zoll angemeldet waren.
Schweiz als Ausgangspunkt für Schmuggel nach Osteuropa
Die meisten der beschlagnahmten Fahrzeuge wurden auf Anhängern aus der Schweiz transportiert – ihr Ziel war Osteuropa. Doch die Fahrer hatten die Einfuhr nicht vor oder beim Grenzübertritt dem Zoll angezeigt und wurden so zu Schmugglern. „Wer ein Auto aus einem Nicht-EU-Land einführt, zahlt zehn Prozent Zoll plus 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer“, erklärt das Hauptzollamt Ulm.
Geldstrafen und Nachzahlungen in Höhe von 390.000 Euro
Bei jedem vierten Fall verhängten die Zöllner Geldstrafen – insgesamt 40.000 Euro. Der Rest befindet sich noch im Ermittlungsverfahren. Die Rechnung für die Schmuggler war am Ende happig: Insgesamt hätten rund 350.000 Euro nachverzollt werden müssen. Wer die Einfuhr nicht anzeigt, macht sich eventuell der Steuerhinterziehung strafbar.
Das Hauptzollamt Ulm betont, dass solche Kontrollen regelmäßig stattfinden, um Steuerhinterziehung und illegale Einfuhren zu bekämpfen. Die A96 bleibt ein Schwerpunkt für Zollkontrollen in der Grenzregion.



