Neues Café am August-Bebel-Platz: Stadt setzt auf Streetworker
Der August-Bebel-Platz in Halle zählt zu den belebtesten Orten der Innenstadt. Anwohner beschweren sich jedoch häufig über Lärm und Müll. Nun eröffnet dort ein weiteres Café. Die Stadt will zwischen Jugendlichen und Anwohnern vermitteln.
Das Geheimnis ist gelüftet: Durch die freigewordenen Schaufenster können Passanten einen Tresen, mehrere Tische und Sitzkissen sehen. Draußen vor dem Laden stehen neue Holzbänke. Noch in diesem Monat soll im ehemaligen „Unverpackt-Laden“ am August-Bebel-Platz das „Café bebel“ eröffnet werden. An dem beliebten Treffpunkt in der nördlichen Innenstadt sind bereits mehrere Cafés und Restaurants angesiedelt.
Die Stadt Halle reagiert auf die anhaltenden Beschwerden der Anwohner über Lärmbelästigung und Vermüllung. Geplant ist der Einsatz von Streetworkern, die als Vermittler zwischen den jugendlichen Besuchern und den Anwohnern fungieren sollen. Diese sollen nicht nur für ein friedliches Miteinander sorgen, sondern auch auf die Einhaltung der Sauberkeit achten. Das neue Café könnte dabei als positiver Ankerpunkt dienen, der den Platz belebt und gleichzeitig für mehr Ordnung sorgt.
Das „Café bebel“ wird voraussichtlich noch im Mai 2026 eröffnen. Es bietet nicht nur Getränke und Speisen, sondern auch Sitzgelegenheiten im Innen- und Außenbereich. Die Betreiber hoffen, dass das Café zu einem Ort der Begegnung wird, der sowohl von Jugendlichen als auch von Anwohnern gleichermaßen geschätzt wird. Die Stadt unterstützt das Projekt und sieht darin eine Chance, die Aufenthaltsqualität am August-Bebel-Platz nachhaltig zu verbessern.
Bereits jetzt sind die Holzbänke vor dem Café ein beliebter Treffpunkt. Die Stadt wird die Entwicklung in den kommenden Wochen genau beobachten und bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen. Der Einsatz von Streetworkern ist zunächst auf mehrere Monate angelegt und könnte bei Erfolg verlängert werden.



