Abschiedskrimi: Letzter Fall für Münchner Tatort-Kommissare Batic und Leitmayr
Die Tatort-Fangemeinde weiß es genau: Normalerweise ist nach maximal 90 Minuten die Welt wieder in Ordnung, die Täter sind überführt und die Kommissare widmen sich unerschütterlich dem nächsten Fall. In seltenen Ausnahmen wagten sich die Verantwortlichen an eine Doppelfolge, sodass die Wiederherstellung von Recht und Ordnung 180 Minuten auf sich warten ließ. Doch dieses Mal müssen alle Fans zittern – denn es geht um das endgültige Aus für zwei Kultfiguren.
Das große Finale nach 35 Jahren
Am Ostersonntag und Ostermontag verabschieden sich die Münchner Kult-Kommissare Ivo Batic (gespielt von Miroslav Nemec, 71) und Franz Leitmayr (gespielt von Udo Wachtveitl, 67) mit einer Doppelfolge. „Unvergänglich“ ist der allerletzte Auftritt der beiden Ermittler nach 35 Jahren und genau 100 Tatort-Folgen. Doch wie diese Ära endet – tödlich, versöhnlich oder einfach nur wie eine ganz normale Polizisten-Pension – bleibt absolut top secret!
Die letzten fünf Minuten des zweiten Teils sind derzeit das größte Geheimnis des deutschen Fernsehens. Sie werden erst am Ostermontag gegen 21.40 Uhr im Ersten zu sehen sein! Wie Batic und Leitmayr ihren Dienst quittieren, ob tot oder lebendig, ob allein oder gemeinsam, wissen derzeit nur die Beteiligten – und die schweigen beharrlich.
Regisseur Sven Bohse über die besondere Verantwortung
Regisseur Sven Bohse (49), bekannt unter anderem durch „Ku'damm 56“ und „Das Geheimnis des Totenwaldes“, der die Doppelfolge inszeniert hat, äußerte sich zur besonderen Herausforderung: „Ich hatte bereits einen Tatort mit Miro und Udo inszeniert. Den beiden nun einen gebührenden Abschied zu bereiten, war mir eine große Ehre.“
Die Handlung des letzten Falls
Ihr letzter Fall stellt Ivo Batic und Franz Leitmayr vor ein besonders kniffliges Rätsel. Eine verbrannte Leiche wird tief unter der Stadt München gefunden. Während die letzten Tage ihrer langen Karriere verstreichen, stellen die erfahrenen Ermittler fest, dass ein mörderisches Phantom durch die bayerische Landeshauptstadt schleicht – und dass auch sie selbst zum Ziel werden könnten.
Strategie der Geheimhaltung
Mit dieser ausgeklügelten Geheimhaltungstaktik, so erfuhr man aus BR-Kreisen, will man die Spannung bis zur allerletzten Minute aufrechterhalten und den beliebten Kommissaren eine möglichst große Bühne für ihren Abschied bereiten. Denn die Programmierung an einem Feiertagswochenende, an dem viele Menschen traditionell nicht vor dem Fernseher sitzen, sondern die Zeit mit Familie und Freunden verbringen, gilt nicht unbedingt als beste Voraussetzung für eine hohe Einschaltquote.
Doch vielleicht sorgt gerade die Ungewissheit darüber, was aus Batic und Leitmayr wird, für einen krönenden Abschluss ihrer legendären Karriere. Beim Tatort-Abschied sind tatsächlich alle Optionen offen – und das Publikum darf gespannt sein.



