Osterfeuer an der Müritz: Traditionelles Frühlingsfest trotz Wind und neuen Plätzen
Osterfeuer an der Müritz: Tradition trotz Herausforderungen

Osterfeuer an der Müritz: Traditionelles Frühlingsfest trotz Wind und neuen Plätzen

In zahlreichen Ortschaften rund um die malerische Müritz loderten am vergangenen Wochenende wieder die traditionellen Osterfeuer und lockten eine Vielzahl von Besuchern an. Diese jahrhundertealten Bräuche symbolisieren nicht nur den Abschied vom Winter und den willkommenen Beginn des Frühlings, sondern dienen auch als bedeutender Treffpunkt für die gesamte Dorfgemeinschaft.

Unsicherheit durch starken Wind

Noch am Nachmittag des Karsamstags herrschte bei einigen geplanten Osterfeuern in der Müritz-Region erhebliche Unsicherheit, ob die Veranstaltungen wie geplant stattfinden könnten. Starker Wind hatte für Bedenken gesorgt. Doch zum Abend hin ließ der Wind spürbar nach, sodass die Feuer schließlich entzündet werden konnten. Dies bestätigten parallel die erfahrenen Feuerwehrleute Stefan Reinke aus Sietow und Enrico Christoph aus Bollewick.

Ehrenamtliches Engagement stemmt die Feste

Die Organisation der meisten Osterfeuer liegt in den Händen engagierter Ehrenamtlicher. Hauptsächlich sind es die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, die in manchen Orten zusätzlich von ansässigen Kulturvereinen und Festausschüssen unterstützt werden. Die Vorbereitungen beginnen bereits Tage zuvor: Holz wird akribisch aufgestapelt, Plätze hergerichtet und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen.

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In Gotthun freuten sich die Kinder über kleine weiße Tüten mit Osterüberraschungen. Sabrina Saathoff zeigte eine davon stolz. „Wir feiern immer hier hinterm Schloss, es gibt Bratwurst, Knüppelkuchen und Getränke“, erklärte ihr Mann Nico Saathoff, der Wehrführer der Gotthuner Wehr.

Neue Plätze und geselliges Miteinander

In Bollewick wurde das Osterfeuer in diesem Jahr an einem ungewöhnlichen Platz entzündet, da der sonst genutzte Festplatz von einem Zirkus belegt war. „Wir nehmen natürlich Rücksicht auf den Zirkus und die Tiere“, betonte Kathleen Sommerfeld-Christoph. Man wich auf einen alternativen Platz aus – „und der ist auch schön“, so Sommerfeld-Christoph. Trotz des bereits heruntergebrannten Feuers am Abend zog die Veranstaltung zahlreiche Besucher an.

In Sietow versammelten sich viele Besucher auf dem Sportplatz, wo vor allem Kinder viel Platz zum Spielen, beispielsweise beim Fußball, fanden. Amtswehrführer Stefan Reinke präsentierte die große Feuerschale, die spürbare Wärme abstrahlte. Das gesellige Miteinander stand hier im Mittelpunkt.

Kinder- und Jugendfeuerwehr in Röbel aktiv

In Röbel beteiligte sich auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr aktiv an der Veranstaltung. Mit selbst organisierten Angeboten wie Waffeln und Knüppelkuchen erzielten sie Einnahmen für ihre eigene Kasse. Stände mit Bratwurst, ein Getränkewagen sowie eine Gulaschkanone mit Erbsensuppe sorgten für die Verpflegung der Besucher.

Das riesige Feuer erzeugte zu Beginn durch darauf befindliche Tannenbaumreste eine beeindruckend große Rauchwolke. „Unser traditionelles Tannenbaumverbrennen mussten wir im Februar wegen zu starkem Schneetreiben abbrechen, sodass noch einige Tannenbäume vorhanden waren“, erklärte Klaus Gödicke. Durch die Größe des Feuers und das Fehlen von zehn Kameraden waren die übrigen Kollegen besonders gefordert, was jedoch die Chance für den Nachwuchs bot, für ein Foto vor dem Feuer zu posieren. Die fehlenden Kollegen waren zum Einsatz draußen, denn trotz des Festes blieben alle Wehren einsatzbereit.

Geselligkeit bis in die späten Stunden

Bis in die späten Abendstunden hinein verweilten viele Besucher am Feuer, begleitet vom beruhigenden Knistern der Flammen und angeregten Gesprächen in geselliger Runde. Die Osterfeuer an der Müritz bewiesen einmal mehr ihre Bedeutung als lebendige Tradition, die Gemeinschaft stiftet und den Frühling feierlich begrüßt.

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