Ungeplanter Start: Florian Lipowitz peilt bei Baskenland-Rundfahrt das Podium an
Florian Lipowitz nimmt kurzfristig an der anspruchsvollen Baskenland-Rundfahrt teil und hat dabei ein klares Ziel vor Augen: Nach einem vierten Platz im vergangenen Jahr strebt der Radprofi diesmal einen Platz auf dem Podium an. Dies geschieht trotz wiederkehrender gesundheitlicher Herausforderungen, die seinen Saisonverlauf beeinflusst haben.
Teamchef Ralph Denk zeigt sich zuversichtlich
Teamchef Ralph Denk äußerte sich gegenüber der dpa optimistisch über die Chancen seines Fahrers. „Er war letztes Jahr Vierter und er hat auch immer den Anspruch, sich zu verbessern“, sagte Denk. Das Rennen im Norden Spaniens startet heute mit einem Einzelzeitfahren über 13,8 Kilometer in Bilbao, was eine erste Hürde für die Teilnehmer darstellt.
Im Vorjahr verpasste Lipowitz das Podium nur knapp um acht Sekunden, wobei Maximilian Schachmann den dritten Platz belegte. Ursprünglich war ein erneuter Start von Lipowitz bei dieser Rundfahrt nicht geplant, da das Team die Tour de France im Fokus hatte. „Wir haben es rauf und runter diskutiert, ob es ihm guttut oder nicht“, erklärte Denk. „Wir kamen zu dem Entschluss, es ist die richtige Entscheidung, noch mal ein Rennen einzuschieben und ich bin überzeugt, dass er gut fahren wird.“
Gesundheitliche Rückschläge fordern das Team heraus
Hintergrund für die Diskussionen ist eine erneute Erkrankung von Lipowitz, der als 25-Jähriger häufiger mit Infekten zu kämpfen hat. Kürzlich musste er ein Höhentrainingslager auf Teneriffa vorzeitig abbrechen, dennoch gelang ihm bei der anschließenden Katalonien-Rundfahrt ein bemerkenswerter dritter Platz.
Das Team investiert erhebliche Ressourcen, um die Gesundheit des Fahrers zu stabilisieren. „Aber wir haben auch keine heilenden Hände. Man kann nur alles tun, um das bestmöglich zu vermeiden“, betonte Denk. „Der Sport ist so hart und selbst die ganz Großen, vielleicht mit Ausnahme von Tadej Pogacar, werden auch mal krank.“
Erfolge im Team geben zusätzlichen Schwung
Einen weiteren Erfolg konnte das Team bereits verbuchen: Remco Evenepoel erreichte bei seinem Debüt bei der Flandern-Rundfahrt einen dritten Platz, was die beste Platzierung in der Teamgeschichte bei diesem Klassiker darstellt. „Die Klassikermannschaft kann stolz sein, was sie geleistet hat. Nur die Kirsche auf der Torte fehlte noch“, kommentierte Denk. „Ist das nun die Kirsche? Ich sage mal, es ist eine kleine und vielleicht kommt irgendwann noch eine große dazu.“
Evenepoels Teilnahme wurde erst vier Tage vor dem Rennen offiziell bekannt gegeben. Der Belgier zeigte eine starke Leistung, hatte aber gegen Sieger Tadej Pogacar und Zweitplatzierten Mathieu van der Poel letztlich keine Chance auf den Sieg. Diese Erfahrungen unterstreichen die harte Konkurrenz im Radsport und die Herausforderungen, denen sich Fahrer wie Lipowitz stellen müssen.



