Australier verärgert über PR-Show: Harry und Meghan im Vorwurf der Geldmacherei
Australier sauer: Harry und Meghan nur auf Geld aus?

Australier verärgert über PR-Show: Harry und Meghan im Vorwurf der Geldmacherei

Melbourne (Australien) – Mit strahlenden Gesichtern und viel medialer Aufmerksamkeit absolvierten Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (44) ihre ersten Programmpunkte während ihres Australien-Besuchs. Doch hinter der Fassade der Herzlichkeit brodelt es gewaltig. Viele Australier zeigen sich zunehmend verärgert über das als PR-Show empfundene Auftreten des Ex-Royal-Paares.

Wohltätiger Auftakt mit gemischten Gefühlen

Am Dienstagmorgen landeten die Sussexes nach einem Business-Class-Flug von Los Angeles kommend in Melbourne. Ihr erster Stopp führte sie auf die Krebsstation des Royal Children's Hospital, wo sie mit schwer erkrankten Kindern interagierten und für Fotos posierten. Im Anschluss besuchten sie ein Obdachlosenheim, wo Meghan Frittata servierte und mit den Bewohnern aß. Den Abschluss des ersten Tages bildete eine Bastelveranstaltung im National Veterans Arts Museum in Southbank, einem Viertel Melbournes.

Doch genau diese Abfolge von wohltätigen Engagements wirft Fragen auf. Denn unmittelbar im Anschluss folgen zwei kommerzielle Veranstaltungen, die erhebliche Einnahmen für das Paar generieren sollen.

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Kommerzielle Veranstaltungen mit Preissenkungen

Am Donnerstag wird Prinz Harry beim InterEdge Summit, einem Gipfel für mentale Gesundheit, eine Rede über psychische Gesundheit am Arbeitsplatz halten. Für diesen Auftritt erhält er eine Gage von knapp 45.000 Euro. Interessant ist jedoch, dass der Veranstalter die Ticketpreise kurzfristig um 50 Prozent senken musste – von ursprünglich 1.200 Euro auf nun etwa 600 Euro.

Noch deutlicher zeigt sich die mangelnde Nachfrage bei Meghans luxuriösem Mädels-Wochenende in Sydney. Für knapp 1.900 Euro erhalten Teilnehmerinnen lediglich ein Doppelzimmer (mit einer anderen Teilnehmerin), ein Gruppenfoto mit der Herzogin und ein Gala-Dinner. Meghans Gage für diese Veranstaltung beläuft sich auf 150.000 Euro. Obwohl die Organisatoren zunächst von einem Ausverkauf sprachen, mussten sie später zugeben, dass das Hotel freundlicherweise einige zusätzliche Zimmer freigegeben habe.

Kontrast zum erfolgreichen Besuch 2018

Die aktuelle Stimmung steht in starkem Kontrast zum ersten Australien-Besuch des Paares im Jahr 2018. Damals reisten Harry und Meghan noch im offiziellen Auftrag des britischen Königshauses und wurden von der australischen Bevölkerung begeistert empfangen. Meghan war im dritten Monat mit Archie schwanger, was zusätzliche Sympathien weckte.

Heute sieht die Situation völlig anders aus. Neben der Kritik an den horrenden Ticketpreisen für die Privatveranstaltungen sorgt vor allem die Finanzierung der Polizeisicherheitskosten für Unmut. Zehntausende Australier haben eine Petition unterzeichnet, in der gefordert wird, dass Harry und Meghan diese Kosten selbst tragen sollen.

Medienecho und öffentliche Reaktion

Die australische Zeitung Sydney Morning Herald brachte die Stimmung auf den Punkt: „Australien war gut zu Harry und Meghan. Jetzt wollen sie uns wie einen Geldautomaten nutzen.“ Diese Aussage spiegelt die weit verbreitete Empörung wider, die sich in sozialen Medien und öffentlichen Diskussionen Bahn bricht.

Das Paar, das einst für Frische und Modernität im Königshaus stand, sieht sich nun dem Vorwurf ausgesetzt, wohltätige Engagements lediglich als Vorbereitung für kommerzielle Veranstaltungen zu nutzen. Die PR-Strategie, zunächst mit krebskranken Kindern und Obdachlosen zu posieren, um dann teure Tickets für Privatveranstaltungen zu verkaufen, kommt bei vielen Australiern äußerst schlecht an.

Die vier Tage dauernde Reise, die als Comeback nach sechs Jahren Abwesenheit geplant war, entwickelt sich somit zunehmend zu einem Imageschaden für das Ex-Royal-Paar. Während die Fotos aus dem Krankenhaus und dem Obdachlosenheim mediale Verbreitung finden, bleibt der bittere Nachgeschmack der kommerziellen Interessen, die diesen Besuch begleiten.

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