Bares für Rares: Abgenutzter Regenschirm als Pop-Art-Schatz entdeckt
Die Sendung Bares für Rares ist seit vielen Jahren eine feste Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Unter der charmanten Moderation von Horst Lichter werden regelmäßig skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten präsentiert. In der Ausgabe vom 24. Februar 2026 gab es wieder eine Vielzahl denkwürdiger Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten zu bestaunen. Im Folgenden stellen wir Ihnen das Highlight der Folge vor und geben einen Überblick über die weiteren Raritäten, die an diesem Tag versteigert wurden.
Das Highlight: Ein Regenschirm mit künstlerischem Wert
Was auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher, abgenutzter Regenschirm aussah, entpuppte sich bei Bares für Rares als ein echtes Kunstobjekt mit überraschendem Sammlerwert. Saskia und Thomas aus Fehlheim präsentierten Moderator Horst Lichter und Experten Detlev Kümmel einen Regenschirm, der vom renommierten New Yorker Pop-Art-Künstler James Rizzi designt wurde. Der Schirm zeichnet sich durch ein verspieltes und leuchtend buntes Motiv mit dem Titel Rain aus.
James Rizzi zählt zu den prägenden Figuren der Pop-Art und stellte bereits in den 1970er-Jahren neben Größen wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein aus. Seine Designs waren besonders in den 1990er-Jahren äußerst beliebt und sind auch heute noch heiß begehrte Sammlerstücke mit einem hohen Nostalgiewert. Der Entwurf für diesen Schirm stammt aus dem Jahr 1989 und wurde in den 1990er-Jahren produziert. Besonders interessant für Sammler ist die Tatsache, dass das Stück nummeriert ist (Nr. 278), die Gesamtauflage jedoch unbekannt bleibt.
Obwohl es sich um ein Produkt aus Massenproduktion handelt, wird der Schirm mit diesem Motiv schon lange nicht mehr hergestellt, was ihm einen nicht unerheblichen Sammlerwert verleiht. Saskia hatte den Schirm vor etwa dreißig Jahren bei einem Gewinnspiel auf dem Mannheimer Maimarkt gewonnen und war sich seines Wertes nicht bewusst. Sie wünschte sich bescheidene 10 Euro für einen Verkauf.
Die Expertise und Versteigerung
Trotz deutlicher Gebrauchsspuren, einiger Roststellen und der fehlenden Schirmspitze war Experte Detlev Kümmel vom Charme der Rizzi-Ästhetik begeistert. Aufgrund der anhaltenden Beliebtheit des Künstlers und seines unverwechselbaren Stils taxierte er den Wert des Schirms auf 50 bis 100 Euro. Im Händlerraum war der Rizzi-Schirm dann heiß begehrt: Die Gebote überschritten zügig die Expertise.
Am Ende setzte sich Elke Velten-Tönnies gegen ihre Konkurrenz durch und sicherte sich das Pop-Art-Accessoire für 120 Euro. Damit wurde nicht nur der anfängliche Wunschpreis pulverisiert, sondern auch die höchste Schätzung um 20 Euro übertroffen. Ein bemerkenswertes Ergebnis für ein scheinbar alltägliches Objekt.
Weitere Raritäten vom 24. Februar 2026
Neben dem Regenschirm wurden in dieser Folge von Bares für Rares noch weitere interessante Stücke präsentiert:
- Moderner Wandteppich von 1969: Roswitha aus Drensteinfurt und ihre Nichte Anna aus Oldenburg brachten einen modernen, getufteten Wandbehang mit, der 1969 gefertigt wurde. Expertin Dr. Bianca Berding schätzte den dekorativen und sammlerischen Wert trotz notwendiger Reparaturen auf 300 bis 500 Euro.
- Fabergé-Ohrringe aus Gold, Emaille und Diamanten: Christiane aus Osnabrück präsentierte ein Paar herzförmige Fabergé-Ohrringe aus 750er-Gelbgold mit roter Emaille und kleinen Diamanten. Expertin Wendela Horz bewertete die Ohrringe trotz eines kleinen Emailleschadens auf 1.200 bis 1.500 Euro.
- Nymphenburger Ziegengruppe aus Weißporzellan: Bernd und Elke aus Remscheid stellten eine Gruppe Porzellanziegen vor, die zwischen 1953 und 1971 von der Manufaktur Nymphenburg gefertigt wurden. Aufgrund kleiner Beschädigungen schätzte Expertin Wendela Horz den Wert auf 150 bis 180 Euro.
- Diamantring in Schildform aus den 1920er-Jahren: Svenja und Annika aus Weil am Rhein brachten einen Diamantring in Schildform mit, der aus dem Jahr 1920 stammt. Expertin Wendela Horz schätzte den Wert des Rings auf 700 bis 1.000 Euro.
Ob und für wie viel Geld diese Stücke über den Händlertresen gingen, konnten die Zuschauer in der heutigen Folge von Bares für Rares um 15:05 Uhr im ZDF verfolgen. Die Sendung bleibt damit eine faszinierende Plattform für unerwartete Entdeckungen und spannende Auktionen.



