Nicki Minaj: Bericht enthüllt mögliche Bot-Armee hinter ihren Trump-Posts
Bot-Armee hinter Nicki Minajs Trump-Posts?

Mögliche Bot-Armee hinter Nicki Minajs politischen Äußerungen

Die US-Rapperin Nicki Minaj, 43, hat in den letzten Monaten eine bemerkenswerte politische Wende vollzogen. Während sie früher als Verbündete der LGBTQ-Community galt und Trumps Einwanderungspolitik kritisierte, positioniert sie sich nun als glühende Unterstützerin des ehemaligen Präsidenten. Ihre Beiträge auf Plattformen wie X erzielen regelmäßig Millionen von Aufrufen, doch ein aktueller Bericht wirft Fragen zur Authentizität dieses Echos auf.

Systematische Verbreitung durch Fake-Accounts

Das israelische Unternehmen Cyabra, das auf die Aufdeckung von Desinformation und gefälschten Profilen spezialisiert ist, hat eine Untersuchung durchgeführt. Demnach soll zwischen dem 11. November und dem 28. Dezember des vergangenen Jahres ein koordiniertes Netzwerk von mehr als 18.000 Fake-Accounts die Beiträge von Nicki Minaj auf X systematisch verbreitet und kommentiert haben. Von insgesamt 55.469 analysierten Profilen wurden knapp ein Drittel mit einer Sicherheit von etwa 85 Prozent als gefälscht eingestuft.

Solch hohe Anteile unechter Aktivität sind laut dem Bericht normalerweise nur im Umfeld von Kriegen oder Präsidentschaftswahlen zu beobachten. Im Zusammenhang mit Prominenten oder der Musikindustrie sei das Auftreten von Bot-Netzwerken in dieser Größenordnung ungewöhnlich. Die Kampagne konzentriererte sich weniger auf die Verbreitung von MAGA-Botschaften, sondern vielmehr darauf, das öffentliche Ansehen der Rapperin zu stärken.

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Ziel: Sichtbare Unterstützung verstärken

Laut Cyabra ging es primär darum, den Anschein einer breiten öffentlichen Zustimmung und einer unterstützenden Fangemeinde zu erwecken, insbesondere in Beiträgen, die Kritik hervorriefen. Die Kommentare der Fake-Accounts waren überwiegend kurz, repetitiv und von geringer semantischer Komplexität. Sie enthielten lobende Schlüsselwörter und positive Hashtags, anstatt originelle oder substanzielle Beiträge zu liefern.

Ein Beispiel ist der Account @LAX76283656, der als gefälscht eingestuft wurde. Er postete: "Nicki, du bist mutig, weil du deine Wahrheit lebst. Die Leute mögen nicht immer mit dem einverstanden sein, was sich gerade abspielt, aber als Künstlerin und wenn man deine Entwicklung als Person beobachtet, ist das inspirierend." Für den 26. Dezember identifizierte Cyabra, dass 56 Prozent aller Kommentare zu politischen Beiträgen Minajs von gefälschten Profilen stammten.

Reaktionen und offene Fragen

Anfragen von Medien wie "Politico" an das Team von Nicki Minaj blieben unbeantwortet. Stattdessen meldete sich Alex Brusewitz, Medien- und Politikberater von Donald Trump, zu Wort. Er bezeichnete die Story auf X als "100 Prozent BS" und argumentierte, dass die berühmteste Rapperin aller Zeiten keine Bots benötige, um sich in sozialen Medien zu promoten.

Wer den Cyabra-Bericht in Auftrag gegeben hat, ist nicht bekannt. Die Person wolle anonym bleiben, heißt es bei "Politico", aus Angst vor öffentlichen Vergeltungsmaßnahmen. Diese Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende Vermischung von Prominenz, Politik und manipulativen Praktiken in den sozialen Medien.

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