Budget-Beichte von 'Rosenheim-Cops'-Star Marisa Burger: "Das Geld wurde jedes Jahr immer weniger"
Nach 25 Staffeln bei der erfolgreichen ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops" hat sich Schauspielerin Marisa Burger für einen mutigen Ausstieg entschieden. In einem exklusiven Interview mit der AZ sprach die 52-Jährige offen über ihre Erfahrungen, sinkende Gagen und die Sparmaßnahmen beim öffentlich-rechtlichen Sender. Ihr Fokus liegt nun auf einem Neustart am Theater, wo sie ab dem 27. Februar in Hamburg in "Kleine Verbrechen unter Liebenden" zu sehen sein wird.
Neuer Job für Marisa Burger: Erste Fotos sind da
Marisa Burger verriet im Herbst exklusiv der AZ: "Mein größter Wunsch war es, nach der Dreherei einfach wieder Theater zu spielen – und das hat auch geklappt." Seit Wochen probte die Schauspielerin fleißig in Berlin für ihre neue Rolle. Die Premiere findet im Hamburger Winterhuder Fährhaus statt, und erste Bilder deuten auf einen fulminanten Plot hin. Auf der Bühne steht sie gemeinsam mit Florian Leander, was bereits in einer Fotoprobe in Hamburg festgehalten wurde.
25 Jahre beim ZDF: "Man denkt immer, wir sind Millionäre"
Ehrlich sprach Marisa Burger auch über finanzielle Aspekte ihrer Karriere. Sie betonte: "Die Öffentlich-Rechtlichen haben natürlich ihre Raster-Gagen und man denkt immer, wir sind Millionäre. Das sind wir aber nicht!" Sie erklärte, dass es mittlerweile sehr schwierig sei, in Gagenverhandlungen adäquate Bezahlung für die geleistete Arbeit zu erhalten. Zwar gab es früher Zeiten mit hohen Gagen, doch diese lagen nicht in ihrer aktiven Phase. Dennoch konnte sie von ihrer Tätigkeit leben und hat vorgesorgt: "Ich wäre auch blöd, wenn ich 25 Jahre so einen Job mache und mir nichts auf die Seite gelegt hätte."
Einsparungen beim ZDF: "Das Geld wurde jedes Jahr immer weniger"
Kritisch sieht Marisa Burger die Sparmaßnahmen beim ZDF. Sie merkte an, dass im Jahr 2000 pro Folge zwölf Drehtage zur Verfügung standen, während es heute nur noch 6,3 Drehtage sind. Sie äußerte Unverständnis: "Wir sind eines der erfolgreichsten ZDF-Formate, aber das Geld wurde jedes Jahr immer weniger. Ich kann das nicht verstehen, denn eigentlich müsste doch ein erfolgreiches Format gefördert werden." Früher hätten die Schauspieler Zeit gehabt, ihre Figuren gemeinsam zu entwickeln, heute werde man einfach "reingeschmissen" und müsse funktionieren, ohne sich entfalten zu können.
Letzte Folge mit 'Miriam Stockl' bei den 'Rosenheim-Cops'
Bislang mussten sich treue ZDF-Zuschauer noch nicht von Marisa Burger in ihrer Rolle als "Miriam Stockl" verabschieden. Der Sender strahlt derzeit die letzte Staffel mit ihr aus, und ihre finale Folge samt Serien-Ausstieg wird im Herbst 2026 gezeigt. Burger versprach: "Meine Rolle wird lebendig aus der Serie herauskommen. Und ich, oder vielmehr die Frau Stockl, darf so blühen, wie sie noch nie in 25 Jahren geblüht hat." Trotz der emotionalen Abschiedstränen beim letzten Drehtag vor vier Monaten blickt sie positiv in die Zukunft.



