Moderatorin Katja Burkard verbreitet falsche Behauptungen zu RTL-Entlassungen
Die bekannte Moderatorin Katja Burkard, Gesicht der Sendung "Punkt 12", hat sich in einem aktuellen Podcast zu den umfangreichen Entlassungen beim Sender RTL geäußert und dabei dramatische Szenen geschildert, die sich später als unwahr herausstellten. Die 60-jährige Fernsehpersönlichkeit sprach im Podcast der ehemaligen "Kölner Treff"-Moderatorin Bettina Böttinger über die Kündigungswelle, bei der 600 Mitarbeiter ihre Stellen verlieren.
Drastische Schilderungen erweisen sich als Lügen
In dem Gespräch beschrieb Burkard den Tag, an dem die Stellenstreichungen bei RTL bekannt wurden, als "einen der schwärzesten Tage in der Geschichte von RTL". Sie behauptete, dass zwischen 14 und 16 Uhr E-Mails verschickt worden seien, durch die Mitarbeiter erfuhren, ob sie betroffen sind oder nicht. Besonders dramatisch waren ihre Aussagen zu angeblichen gesundheitlichen Folgen: Burkard erzählte, dass an diesem Tag "Leute zusammengeklappt" seien und es sogar "den einen oder anderen Rettungswageneinsatz" gegeben habe.
Wie sich jedoch herausstellte, handelte es sich bei diesen Behauptungen um frei erfundene Geschichten. Die Moderatorin hatte Szenen geschildert, die sie nicht selbst beobachtet hatte und für die es keine Belege gab.
Öffentliche Entschuldigung auf Instagram
Nachdem die Unwahrheiten bekannt wurden, entschuldigte sich Katja Burkard umgehend bei ihren Fans über Instagram. In einem ausführlichen Statement erklärte sie: "Hallo ihr Lieben, ich möchte was klarstellen. Und zwar geht es um den Podcast von Bettina Böttinger." Sie räumte ein, dass ihr im Podcast etwas passiert sei, "das man nicht machen sollte – und als Journalisten erst dreimal nicht".
Die Moderatorin stellte ausdrücklich klar: "Es hieß, es hätte da in dem Zusammenhang mit dem Tag Krankenwageneinsätze gegeben und dass Leute deswegen zusammengebrochen sind, das ist nicht wahr." Sie betonte, dass es ihr "wahnsinnig leid" tue, solche Geschichten verbreitet zu haben, und versicherte: "Das wird mir sicher nicht noch einmal passieren."
Echtes Mitgefühl für betroffene Mitarbeiter
Trotz ihrer falschen Behauptungen zeigte Burkard echtes Mitgefühl für die tatsächlich von den Entlassungen betroffenen RTL-Mitarbeiter. "Mein tiefes Mitgefühl gilt wirklich jedem Einzelnen, der wegen des Stellenabbaus seinen Job verloren hat", betonte sie. "Das ist ganz, ganz schrecklich."
Die Moderatorin gab zu, dass sie lange Zeit geglaubt habe, in ihrer Branche sei "Arbeitslosigkeit kein Thema". Sie erinnerte daran, dass bei ähnlichen Situationen Anfang der 2000er Jahre viele Mitarbeiter zu anderen Sendern wie dem WDR, zu Sat.1 oder in Produktionsgesellschaften gewechselt seien.
Strukturwandel im Fernsehgeschäft
Burkard wies darauf hin, dass sich die Medienlandschaft grundlegend verändert habe. "Inzwischen handelt es sich jedoch um eine ganz andere Zeit", erklärte sie. Der Grund dafür sei, dass "das lineare Fernsehen ein bisschen vom Aussterben bedroht ist". Diese strukturellen Veränderungen im Mediensektor machen den aktuellen Stellenabbau bei RTL besonders dramatisch und erschweren alternative Beschäftigungsmöglichkeiten für die betroffenen Mitarbeiter.
Die Entschuldigung der Moderatorin zeigt die Sensibilität des Themas und unterstreicht die Verantwortung von Medienpersönlichkeiten, bei der Berichterstattung über persönliche Schicksale besonders sorgfältig und wahrheitsgemäß zu agieren.



