Chappell Roan wehrt sich gegen Vorwürfe von Fußballstar Jorginho
Die amerikanische Popsängerin Chappell Roan hat sich nach heftigen Vorwürfen des brasilianischen Fußballstars Jorginho öffentlich zu Wort gemeldet. Der Profifußballer hatte in sozialen Medien behauptet, das Sicherheitspersonal der Künstlerin habe seine Stieftochter Ada Law, die Tochter von Schauspieler Jude Law, zum Weinen gebracht. Roan wies diese Anschuldigungen nun entschieden zurück und betonte, sie habe von dem gesamten Vorfall überhaupt nichts mitbekommen.
Der Vorfall im Hotel von São Paulo
Am Samstag hatte Jorginho, derzeit Spieler bei Flamengo Rio de Janeiro, auf Instagram eine emotionale Story veröffentlicht. Darin schilderte er, wie seine Ehefrau Catherine Harding und deren Tochter Ada beim Frühstück in einem Hotel in São Paulo zufällig auf Chappell Roan trafen. Beide Familien waren für das Lollapalooza-Festival angereist, bei dem die Sängerin auftreten sollte.
Laut Jorginhos Darstellung erkannte das Mädchen die Popkünstlerin und ging lediglich an deren Tisch vorbei, um sich zu vergewissern, dass es sich tatsächlich um Roan handelte. Dabei habe das Kind nicht einmal mit der Sängerin gesprochen. Dennoch sei ein Sicherheitsmitarbeiter auf die beiden zugegangen und habe sie in unfreundlicher Weise aufgefordert, andere Gäste nicht zu belästigen. Diese Reaktion habe das Mädchen derart schockiert, dass es zu weinen begann.
Politische Dimension durch Bürgermeister-Eingreifen
Der Fall entwickelte schnell eine unerwartete politische Komponente, als sich Eduardo Cavaliere, der Bürgermeister von Rio de Janeiro, in die Debatte einschaltete. Auf der Plattform X verkündete er öffentlich, dass Chappell Roan unter seiner Amtszeit niemals zur Musikshow »Todo Mundo no Rio« eingeladen werde. Gleichzeitig lud er Ada Law als Ehrengast zu der Veranstaltung ein. Ob überhaupt ein Auftritt Roans in Rio geplant war, blieb dabei unklar.
Roans ausführliche Stellungnahme auf Instagram
In einer ausführlichen Instagram-Story am Sonntagabend nahm die 28-jährige Sängerin schließlich Stellung zu den Vorwürfen. »Ich habe einfach nur in einem Hotel gefrühstückt und das angeblich schlecht behandelte Kind nicht einmal bemerkt«, erklärte Roan deutlich. Sie betonte, den Sicherheitsmitarbeiter nicht gebeten zu haben, mit der Mutter und dem Kind zu sprechen.
Wichtige Klarstellungen der Künstlerin:
- Der beteiligte Sicherheitsmann gehöre nicht zu ihrem persönlichen Team
- Sie habe von der gesamten Situation nichts mitbekommen
- Niemand habe sie während des Frühstücks gestört oder angesprochen
»Ich hasse keine Menschen, die meine Musik mögen. Ich hasse keine Kinder«, fügte die Sängerin emotional hinzu. »Es tut mir aufrichtig leid, dass jemand der Mutter und dem Kind gegenüber Vermutungen angestellt hat. Wenn ihr euch unwohl gefühlt habt, macht mich das wirklich traurig. Das habt ihr nicht verdient.«
Reaktion der Familie und Hintergrund
Als Reaktion auf Roans Statement meldete sich auch Catherine Harding, die Mutter des betroffenen Mädchens und Ehefrau von Jorginho, zu Wort. In einem eigenen Instagram-Video bestätigte sie, dass ihre Tochter sich der Sängerin nicht genähert habe, sondern lediglich geschaut habe, ob es sich tatsächlich um Chappell Roan handle. Harding vertrat die Ansicht, dass Künstler grundsätzlich für das Verhalten ihrer Mitarbeiter verantwortlich seien – unabhängig davon, ob sie konkrete Anweisungen gegeben hätten oder nicht.
Die Familie gab außerdem bekannt, dass sie trotz bereits gekaufter Karten nicht zum Konzert der Sängerin gegangen sei, obwohl diese ein Geburtstagsgeschenk für das Kind gewesen wären. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die sensible Beziehung zwischen Prominenten, ihrem Sicherheitspersonal und Fans – insbesondere wenn es sich um junge Bewunderer handelt.
Interessanterweise hatte Chappell Roan im vergangenen Jahr bereits für Kontroversen gesorgt, als sie in einem Podcast äußerte, alle Eltern würden »in der Hölle stecken« und sie habe »noch nie glückliche Eltern getroffen«. Diese Aussagen werden nun im Kontext der aktuellen Vorwürfe erneut diskutiert, auch wenn Roan in ihrer jüngsten Stellungnahme deutlich machte, dass sie Kinder keineswegs ablehne.
Der Vorfall zeigt, wie schnell sich vermeintlich private Begegnungen im Zeitalter sozialer Medien zu öffentlichen Debatten ausweiten können – besonders wenn prominente Namen wie Jude Law, Jorginho und Chappell Roan involviert sind.



