ESC 2026: Diese Favoriten sorgen in Wien für Wirbel
ESC 2026: Favoriten in Wien sorgen für Wirbel

Am 16. Mai 2026 findet das Finale des 70. Eurovision Song Contest in Wien statt. 26 Länder treten an, und die Spannung steigt. Das Erste überträgt live in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai. Einige Songs und Künstler stechen besonders hervor – sei es durch hohe Wettquoten oder durch kontroverse Diskussionen. Hier sind die vielversprechendsten Beiträge.

Australien: Delta Goodrem mit „Eclipse“

Delta Goodrem, bekannt aus der australischen Castingshow „The Voice“, präsentiert einen klassischen Radio-Pop-Song. „Eclipse“ setzt auf Harfe, Streicher, Klavier und eine stimmliche Glanzleistung. Australien ist seit seiner ersten Teilnahme beim ESC in Wien 2015 eine feste Größe und hat viele Fans in Europa.

Dänemark: Søren Torpegaard Lund mit „Før vi går hjem“

Der dänische Musicaldarsteller Søren Torpegaard Lund bringt eine dramatische Popnummer auf die Bühne. Nebelmaschine, nackte Haut und sprühende Funken untermalen den Song über eine heiße Partynacht. Der Titel bedeutet „Bevor wir nach Hause gehen“. Lund selbst beschreibt das Lied als „sauer-süße Süßigkeit“. Allerdings bleibt fraglich, ob die europäischen Zuschauer die dänische Originalsprache genauso mitreißend finden wie das dänische Publikum.

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Finnland: Linda Lampenius & Pete Parkkonen mit „Liekinheitin“

„Epic“ und „iconic“ – so bezeichnen junge Fans den finnischen Beitrag. Linda Lampenius, eine erfolgreiche Klassikmusikerin, und Pete Parkkonen, ein Popstar aus einer Castingshow, liefern eine Mischung aus Violinensound und brennendem Beichtstuhl auf der Bühne. Der Titel „Liekinheitin“ bedeutet auf Deutsch „Flammenwerfer“ und handelt von einer unerfüllten Liebe. Der Text enthält die Zeile: „Du bist so heiß, und doch eiskalt/Du bist, du bist/Ein Flammenwerfer“.

Frankreich: Monroe mit „Regarde !“

Die 17-jährige Sopranistin Monroe Rigby, geboren in Salt Lake City, USA, vertritt Frankreich mit einer Pop-Arie. Wie der letztjährige ESC-Sieger JJ stammt sie aus der Opernwelt, hat aber auch eine Vorliebe für Pop. Das Liebeslied „Regarde !“ („Sieh mich an!“) enthält pathetische Passagen wie: „Sieh mich an, sieh dich selbst an/Das ist Liebe, sie trifft dich wie ein Blitz“.

Griechenland: Akylas mit „Ferto“

Akylas Mytilineos, Teilnehmer von „The Voice Of Greece“, tritt mit einem schnellen Song auf, der Dancebeat, arabische Elemente und 80er-Videospielsounds kombiniert. „Ferto“ („Gib her“/„Bring her“) handelt von Überkonsum und der Gier nach immer mehr. Persönlich motiviert: Als Kind konnte sich seine Mutter nicht alles leisten. Im Text heißt es: „Ich werde dafür sorgen, dass es uns an nichts mehr fehlt, Mama.“

Israel: Noam Bettan mit „Michelle“

Der israelische Beitrag ist dreisprachig: Hebräisch, Englisch und vor allem Französisch. Noam Bettan, dessen Eltern von Frankreich nach Israel auswanderten, singt ein energiegeladenes Lied über Herzschmerz. Der Refrain lautet: „Michelle! Ich lasse dich gehen, adieu, meine Schöne/Ich lasse dich gehen, aber ich liebe dich/Die Königin der Probleme/Michelle, Michelle, Michelle, Michelle“.

Italien: Sal Da Vinci mit „Per sempre sì“

Sal Da Vinci, Gewinner des Sanremo-Festivals, präsentiert eine nostalgische Pop-Ballade mit neapolitanischem Flair und 70er-Disco-Einflüssen. Der Titel bedeutet „Für immer Ja“ und handelt von einem Hochzeitsgelübde als Liebeserklärung. Sein Song „Rossetto e caffè“ war 2024 ein TikTok-Trend, bei dem Nutzer dramatisch Lippenstift auftrugen.

Rumänien: Alexandra Căpitănescu mit „Choke Me“

Diese Rocknummer mit opernhaften Koloraturen sorgte für Diskussionen. Aktivisten kritisierten den Titel „Choke Me“ („Würg mich“) als Verharmlosung sexueller Strangulation. Die Sängerin entgegnete, es gehe um eine erdrückende Beziehung, nicht um Strangulation. Die EBU ließ den Song unbeanstandet zu.

Schweden: Felicia mit „My System“

Schweden, die Heimat von ABBA, schickt Felicia ins Rennen. Sie setzte sich in mehreren Auswahlrunden gegen 30 Kandidaten durch. Vor zwei Jahren trat sie noch mit Strumpfmaske als Kunstfigur Fröken Snusk auf, nun trägt sie eine schwarze Spitzenmaske. Ihr Elektro-Popsong „My System“ wird von einer Lasershow in Rot und Weiß begleitet.

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Ukraine: Leléka mit „Ridnym“

Viktoria Leléka, eine in Berlin lebende Komponistin und Jazzmusikerin, tritt mit einer Hymne an die Liebsten an. „Ridnym“ bedeutet auf Ukrainisch „An die Liebsten“. Der mehrsprachige Song vereint Melancholie, folkloristische Elemente und kraftvolle Vocals. Inhaltlich geht es um innere Stärke und Zuversicht in Zeiten von Zerfall und Unsicherheit.