Ex-Yogalehrerin verklagt Lauren Sánchez Bezos: Vorwurf des Ideenraubs bei Kinderbuch
Los Angeles (USA) – Nach ihrem suborbitalen Flug ins All mit Blue Origin im April 2025 landet Lauren Sánchez Bezos (56) nun vor einem Bundesgericht in Kalifornien. Die Ehefrau von Amazon-Milliardär Jeff Bezos (62) muss sich gegen schwere Vorwürfe ihrer ehemaligen Yogalehrerin Alanna Zabel (52) zur Wehr setzen. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht das 2024 erschienene Kinderbuch The Fly Who Flew to Space, in dem Sánchez Bezos die Geschichte einer kleinen Fliege erzählt, die ihren Traum vom Flug ins All verwirklicht.
Kern der Klage: Parallelen zwischen zwei Kinderbüchern
Alanna Zabel, die Lauren Sánchez Bezos früher als Yogalehrerin betreute, veröffentlichte bereits 2023 ihr eigenes Kinderbuch mit dem Titel Dharma Kitty Goes to Mars. In dieser Geschichte reist eine Katze zum Roten Planeten. Laut der Klageschrift, die beim zuständigen Bundesgericht eingereicht wurde, sollen wesentliche kreative Konzepte und Ideen bereits Jahre zuvor im persönlichen Austausch zwischen den beiden Frauen besprochen worden sein. Zabel wirft Sánchez Bezos konkret vor, diese Ideen für ihr eigenes Werk übernommen zu haben, ohne angemessene Anerkennung oder Zustimmung.
Bislang sind die genauen Passagen oder Formulierungen, die betroffen sein sollen, nicht im Detail öffentlich gemacht worden. Der Kern der Vorwürfe dreht sich jedoch offenbar um die Grundidee einer tierischen Hauptfigur, die zu einer Mission ins Weltall aufbricht. Beide Bücher teilen dieses Motiv, was nach Ansicht der Klägerin über einen zufälligen thematischen Überlapp hinausgeht.
Reaktion der Verteidigung: Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen
Die Anwälte von Lauren Sánchez Bezos halten die Anschuldigungen für vollkommen unbegründet. Nach übereinstimmenden Berichten aus den Vereinigten Staaten argumentieren sie, dass beide Werke lediglich das allgemeine und urheberrechtlich nicht geschützte Motiv einer Reise ins All teilen. Sie betonen, dass dieses Thema breit gefächert ist und keiner exklusiven Nutzung unterliegt, sodass kein Fall von Ideenraub vorliegen könne.
Lauren Sánchez Bezos selbst hat sich bisher nicht ausführlich zu den Vorwürfen geäußert. Die 56-Jährige, die als frühere TV-Moderatorin, Unternehmerin und lizenzierte Hubschrauberpilotin bekannt ist, wagte mit ihrem Kinderbuch den Schritt ins Literaturgeschäft. Ob es tatsächlich zu einem vollwertigen Prozess kommt oder ob sich beide Parteien außergerichtlich einigen können, bleibt derzeit offen. Das Bundesgericht muss nun prüfen, ob die Klage ausreichend Substanz aufweist, um weiterverfolgt zu werden.
Hintergrund der Beteiligten und mögliche Auswirkungen
Alanna Zabel, die als Yogalehrerin und Autorin aktiv ist, sieht in der Klage eine Möglichkeit, ihre kreativen Rechte zu wahren. Lauren Sánchez Bezos hingegen, die durch ihre Heirat mit Jeff Bezos und ihre eigenen Unternehmungen im Rampenlicht steht, verfügt über erhebliche juristische Ressourcen. Experten spekulieren, dass dies den Verlauf des Verfahrens beeinflussen könnte, unabhängig von der tatsächlichen rechtlichen Bewertung.
Die Öffentlichkeit verfolgt den Fall mit großem Interesse, da er nicht nur urheberrechtliche Fragen aufwirft, sondern auch die Dynamik zwischen Prominenten und ihren früheren Vertrauten beleuchtet. Unabhängig vom Ausgang könnte dieser Rechtsstreit langfristige Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Kreativität und geistigem Eigentum in der Literaturbranche haben.



