Funk beendet umstrittenen Podcast 'Brave Mädchen' nach Shitstorm und Sendepause
Funk beendet Podcast 'Brave Mädchen' nach Shitstorm

Funk stellt umstrittenen Podcast 'Brave Mädchen' nach nur zehn Folgen ein

Der von Rundfunkgebühren finanzierte Podcast 'Brave Mädchen' ist endgültig Geschichte. Das zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehörende Netzwerk Funk, ein Content-Netzwerk von ARD und ZDF, hat das Format nach nur einer Staffel mit zehn Folgen eingestellt. Die Entscheidung wurde in den Kommentaren der neuesten Episode bekannt gegeben.

Rahmenbedingungen passten nicht für Fortsetzung

In der offiziellen Mitteilung von Funk heißt es: 'Brave Mädchen' geht nach der ersten Staffel zu Ende. Im Austausch zwischen Funk und dem Team wurde deutlich: Rahmenbedingungen und Zielsetzungen haben nicht so zusammengepasst, wie es für eine zweite Staffel nötig wäre. Deshalb wurde entschieden, das Format zu beenden. Damit endet ein halbes Jahr voller Kontroversen und öffentlicher Diskussionen um den Podcast.

Shitstorm und mehrmonatige Sendepause

Der Podcast war bereits im vergangenen Jahr in einen massiven Shitstorm geraten, der zu einer mehrmonatigen Sendepause von September 2025 bis Januar 2026 führte. Die erste Folge im August 2025 hatte für Wirbel gesorgt, als die Moderatorinnen Suki Tegan und Henna (27) über die YouTuberin Sashka mit über einer Million Abonnenten lästerte. Funk räumte damals gegenüber BILD ein, dass eine fundierte inhaltliche Auseinandersetzung 'in der ersten Folge nicht optimal gelungen' sei.

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In den folgenden Episoden sorgten weitere kontroverse Aussagen für hitzige Debatten in sozialen Netzwerken. Statements wie 'Was will ein Hetero-Mann im Fernsehen?' oder 'Ein Mann, den ich date, muss mindestens 35.000 Euro netto im Monat verdienen' führten zu anhaltender Kritik. Das Comeback vor einigen Wochen konnte die Wogen nicht glätten – in den Kommentaren der neuesten Episoden forderten zahlreiche wütende User das Ende des Formats.

Moderatorinnen kündigen Enthüllungen an

Die Moderatorinnen haben sich bereits zu Wort gemeldet und versprechen große Enthüllungen über ihre Zusammenarbeit mit Funk. In einem gemeinsamen TikTok-Livestream kündigten Henna und Suki an, ein eigenes Gesprächsformat ins Leben rufen zu wollen. Dabei wollen sie in der ersten Folge ausführlich über ihre Erfahrungen mit dem öffentlich-rechtlichen Netzwerk berichten.

'Wir hätten den geilsten Podcast der Welt machen können, durften wir aber nicht', behauptete Henna im Livestream. Suki deutete an: 'Wir werden die Wahrheit darüber erzählen, was wirklich hinter verschlossenen Türen passiert ist.' Der genaue Erscheinungstermin ihres neuen Formats ist noch unklar, doch die beiden Influencerinnen – Henna als Internetstar und Reality-Darstellerin sowie Suki Tegan mit über 200.000 Followern auf TikTok – lassen bereits eine tiefe Unzufriedenheit mit der Zusammenarbeit durchblicken.

Funk reagiert auf öffentlichen Druck

Mit der Einstellung des Podcasts ist Funk nun den Forderungen vieler User nachgekommen, die das Format kritisch hinterfragt hatten. Doch das letzte Wort in dieser Affäre ist wohl noch nicht gesprochen. Die angekündigten Enthüllungen der Moderatorinnen könnten weitere Einblicke in die internen Abläufe und Entscheidungsprozesse bei öffentlich-rechtlichen Content-Netzwerken liefern.

Die Geschichte von 'Brave Mädchen' zeigt einmal mehr, wie kontrovers die Verwendung von Rundfunkgebühren für bestimmte Formate diskutiert werden kann und wie schnell sich öffentlicher Druck in der digitalen Medienlandschaft aufbauen lässt.

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