Iranische Propaganda-Medien verbreiten trotz militärischer Niederlagen absurde Siegesmeldungen
Während der Krieg zwischen dem Iran einerseits und den Vereinigten Staaten sowie Israel andererseits weiter tobt, präsentiert sich das Mullah-Regime im eigenen Land als strahlender Sieger. Die den Machthabern in Teheran treu ergebenen Medien verbreiten trotz schwerster militärischer Rückschläge und massiver Verluste ausschließlich Erfolgsmeldungen. Nach der Darstellung der iranischen Propaganda könnte der Konflikt kaum besser verlaufen – die USA und Israel stünden demnach kurz vor der vollständigen Kapitulation.
Lügen über Netanjahus angeblichen Tod
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die als Sprachrohr der Revolutionsgarden fungiert, meldete am Dienstag, der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sei entweder verwundet oder sogar tot. Als angebliches Indiz führte die Agentur an, Netanjahu habe seit drei Tagen kein neues Video mehr in den sozialen Medien veröffentlicht. Die Meldung erwies sich jedoch schnell als haltlos: Noch am selben Dienstag besuchte der israelische Regierungschef quicklebendig das Nationale Notfallzentrum für Gesundheit – und ließ diesen Besuch selbstverständlich filmisch dokumentieren.
Doppelmoral bei der Berichterstattung über Führungspersönlichkeiten
Ganz anders berichten die Mullah-Medien über den frisch ernannten, aber seit seiner Ernennung abgetauchten Ober-Mullah Mojtaba Chamenei, den Sohn des am ersten Kriegstag getöteten Ali Chamenei. Dessen Ernennung werde als „ein Schlag ins Gesicht der arroganten Mächte“ gefeiert. Dass sich Mojtaba Chamenei bislang nicht in der Öffentlichkeit gezeigt hat, wird in den iranischen Medien mit keinem Wort erwähnt. Während Netanjahus kurze Abwesenheit von sozialen Medien als Indiz für einen möglichen Tod interpretiert wird, gilt Chameneis Verschwinden offenbar als Zeichen der Stärke.
Militärische Realität versus Propaganda-Fantasien
Bei Defa Press, dem Sprachrohr des iranischen Militärs, schwört General Ali Abdollahi Aliabadi: „Wir werden den Krieg fortsetzen, bis der Feind vollständig besiegt ist!“ Die Realität sieht jedoch anders aus: Israels Luftwaffe tötete erst vor wenigen Tagen Aliabadis eigenen Stabschef. Dutzende weitere Generäle, hochrangige Militärberater und politisch-militärische Führungspersönlichkeiten sind bereits gefallen.
Dass der Iran neben seiner militärischen Führungsspitze auch nahezu seine gesamte Luftwaffe, Marine und Flugabwehr verloren hat, sodass israelische und amerikanische Kampfjets sich nahezu ungehindert im iranischen Luftraum bewegen können, ist aus den Berichten der Mullah-Medien nicht zu erfahren. Stattdessen werden angebliche Erfolge gefeiert: So wird von „Tod und Verletzung von 200 US-Soldaten“ berichtet, obwohl tatsächlich bislang nur sieben amerikanische Soldaten gefallen sind.
Leere Versprechen über moderne Waffen
Die iranischen Propaganda-Medien kündigen zudem Großes an: „Wir werden schrittweise modernisierte Waffen in den Krieg einbringen!“ Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte, dass eine massiv geschwächte Diktatur Versprechen über neue Waffen verbreitet – ähnlich wie im Zweiten Weltkrieg, als vermeintliche „Wunderwaffen“ die Nazi-Niederlage noch abwenden sollten.
Während amerikanische und israelische Medien kontinuierlich auch über Probleme der eigenen Streitkräfte berichten, ihren Anführern schwere Vorwürfe machen und die Behauptungen ihrer Militärs und Politiker kritisch hinterfragen, findet sich in den Mullah-Medien kein einziges misstrauisches Wort über die immer neuen Schwüre der islamistischen Führung.
Peinliche Anachronismen in der Berichterstattung
Besonders peinlich wirkt, dass auf der Internetseite der militärnahen Mullah-Agentur Defa Press noch immer die Meldung vom 15. Februar zu lesen ist. Darin droht Generalstabschef Abdolrahim Mousavi dem US-Präsidenten: Der Krieg werde für Trump eine große Lehre sein! Die Ironie: Mousavi wurde als Chef des iranischen Militärs bereits in den ersten Stunden des Krieges getötet.
Die Diskrepanz zwischen der propagandistischen Inszenierung und der militärischen Realität könnte kaum größer sein. Während das Mullah-Regime im Inland den Sieg propagiert, erleidet es auf dem Schlachtfeld eine Niederlage nach der anderen.



