Markus Lanz äußert Mitgefühl für Christian Ulmen nach Vorwürfen der virtuellen Vergewaltigung
Lanz: Mitgefühl für Ulmen nach Vorwürfen der virtuellen Vergewaltigung

Markus Lanz spricht über den Fall Christian Ulmen und zeigt menschliches Mitgefühl

Nach den schwerwiegenden Vorwürfen von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen meldet sich nun der bekannte Moderator Markus Lanz zu Wort. In einem ausführlichen Interview mit dem Magazin „Stern“ äußert der 57-jährige ZDF-Moderator tiefes Mitgefühl für alle Beteiligten in diesem emotional aufgeladenen Fall.

Menschliche Dimension geht Lanz sehr nahe

Markus Lanz betont, dass er keinen Grund habe, an der Berichterstattung über die Vorwürfe zu zweifeln. Auf einer rein menschlichen Ebene empfinde er jedoch nicht nur Mitgefühl für Collien Fernandes, sondern ausdrücklich auch für die gesamte Familie. „Für die gemeinsame Tochter, die weiter zur Schule gehen muss. Für Eltern und Geschwister, die alle weiter ihr Leben leben müssen und nun morgens beim Bäcker angestarrt werden“, erklärt Lanz im Interview.

Der Fall beschäftigt den erfahrenen Moderator bereits seit Wochen. Collien Fernandes hatte ihrem Ex-Mann Christian Ulmen in einem „Spiegel“-Artikel vorgeworfen, sie „virtuell vergewaltigt“ zu haben. Laut ihren Aussagen soll Ulmen auf Fake-Profilen im Internet digital veränderte Bilder und Videos verbreitet haben, die sie nackt oder bei sexuellen Handlungen zeigen. Fernandes erstattete daraufhin in Spanien Anzeige gegen den Schauspieler.

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Mediale Dimension und persönliche Erfahrungen

Aufgrund der enormen medialen Dimension des Falls empfindet Markus Lanz auch Mitleid mit Christian Ulmen selbst. „Auch wenn er mutmaßlich einen Riesenfehler begangen hat“, so Lanz. Besonders bewegt den Moderator die Wucht der öffentlichen Reaktionen, insbesondere die „Wut, die vor allem über Social Media kommt“. Diese erinnere ihn an seine eigene Krise nach dem Aus bei „Wetten, dass..?“, als er plötzlich „der Buhmann der Nation“ gewesen sei.

Christian Ulmen und Collien Fernandes waren 14 Jahre lang verheiratet, bevor ihre Ehe scheiterte. Die aktuellen Vorwürfe haben eine intensive öffentliche Debatte ausgelöst, die weit über den konkreten Fall hinausreicht.

Lanz betont differenzierte Betrachtung

Markus Lanz möchte zwar keine direkten Ratschläge erteilen, gibt aber zu bedenken, dass er persönlich „vermutlich versucht hätte, die Situation privat zu klären“. Dennoch hält er die öffentliche Diskussion über solche Themen für wichtig, losgelöst vom konkreten Fall Ulmen/Fernandes.

„Was Christian Ulmen dem Vernehmen nach gemacht hat, ist völlig indiskutabel, aber nicht repräsentativ für ein ganzes Geschlecht“, stellt Lanz klar. Er warnt vor pauschalen Verurteilungen: „Wie sollen Väter mit ihren Söhnen über das Thema sprechen, wenn Männer pauschal nur noch als Problembären beschrieben werden? Wir müssen uns doch als Menschen weiterhin erst einmal unvoreingenommen und ohne Verdächtigungen begegnen, sonst sind wir als Gesellschaft erledigt.“

Persönlicher Kontakt und rechtliche Schritte

Markus Lanz betont, Christian Ulmen persönlich nie getroffen zu haben. Dennoch hofft er, „dass er wenigstens einen Freund hat, der ihn anruft und fragt, wie es ihm geht“.

Auf der rechtlichen Ebene wehrt sich Christian Ulmen gegen die Vorwürfe. Sein Anwalt Christian Schertz hatte bereits im März ein Informationsschreiben verschickt, in dem es heißt, die „Spiegel“-Berichterstattung sei „nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig“. Es würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet.

Ulmen hat mittlerweile bei der Pressekammer des Landgerichts Hamburg einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den „Spiegel“ eingereicht. Laut seinem Anwalt weist der Schauspieler drei Aspekte der Berichterstattung entschieden zurück. Vor allem der Verdacht, sein Mandant habe Deepfake-Pornos erstellt oder verbreitet, sei falsch.

Die Entwicklung dieses Falls, der Medien, Recht und zwischenmenschliche Beziehungen gleichermaßen betrifft, wird weiter aufmerksam verfolgt werden. Markus Lanz‘ Äußerungen zeigen dabei eine menschliche Perspektive jenseits der juristischen und medialen Aufarbeitung.

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