Markus Lanz am 5. März: Sicherheitspolitik im Fokus mit Kiesewetter, van Aken, Major und Welzer
Markus Lanz: Sicherheitspolitik mit vier Experten am 5. März

Markus Lanz: Vom Boulevard zum politischen Schwergewicht im ZDF

Im deutschen Fernsehen ist Markus Lanz seit über zwei Jahrzehnten eine feste Größe. Was einst mit Boulevardthemen bei RTL begann, hat sich zu einer ernsthaften politischen Talkshow im ZDF entwickelt. Seit 2008 moderiert Lanz seine gleichnamige Sendung, in der er regelmäßig hochrangige Gäste aus Politik und Gesellschaft empfängt, um aktuelle deutsche und internationale Themen zu diskutieren.

Karriereweg: Von RTL zum ZDF

Markus Lanz startete seine Fernsehkarriere 1998, als er für die schwangere Barbara Eligmann die RTL-Sendung Explosiv – Das Magazin übernahm. Aus dieser Vertretung wurde ein fester Job, den er bis 2008 ausübte. Der Wechsel zum ZDF erfolgte ebenfalls als Vertretung – diesmal für Johannes B. Kerner während dessen Sommerpause. Diese Chance nutzte Lanz geschickt und etablierte sich beim öffentlich-rechtlichen Sender mit Formaten wie Mensch und Lanz kocht, bevor er seine eigene Talkshow startete.

Sendetermine und Ausrichtung

Die Talkshow Markus Lanz wird regelmäßig dienstags, mittwochs und donnerstags im ZDF ausgestrahlt. Der Sender beschreibt das Format als Plattform mit einer großen Bandbreite an Gästen und Themen – politisch aktuell, gesellschaftspolitisch relevant, berührend und unterhaltsam. Für Frühaufsteher ist die Sendung allerdings weniger geeignet, da sie meist erst nach 23 Uhr beginnt.

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Gäste und Themen am Donnerstag, 5. März 2026

Am Donnerstagabend, dem 5. März 2026, begrüßt Markus Lanz die Zuschauer um 23:15 Uhr mit einem hochkarätig besetzten Sicherheitspolitik-Schwerpunkt. Vier Experten diskutieren über die Zukunft der Bundeswehr, Aufrüstungspläne und europäische Sicherheitsarchitektur.

Die Gäste im Detail

Roderich Kiesewetter (CDU): Der Oberst a. D. und Sicherheitspolitiker äußert sich zur Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr und zur Bedeutung des Soldatenberufs vor dem Hintergrund weltweiter Krisenherde. Als erfahrener Militärexperte bringt er praktische und politische Perspektiven ein.

Jan van Aken (Die Linke): Der ehemalige Biowaffeninspekteur der Vereinten Nationen (2004-2006) erläutert seine kritische Haltung gegenüber den Aufrüstungsplänen der Bundesregierung und dem neuen Wehrdienstmodell. Seine UN-Erfahrung gibt seiner Argumentation besonderes Gewicht.

Claudia Major (Militärexpertin): Als Vizepräsidentin für Transatlantische Sicherheitsinitiativen beim Think Tank German Marshall Fund spricht sie über die dringende Notwendigkeit einer neuen europäischen Sicherheitsarchitektur. Ihre transatlantische Expertise bietet internationale Einblicke.

Harald Welzer (Soziologe): Der bekannte Sozialwissenschaftler analysiert, wie Verteidigungspolitik in Deutschland aktuell diskutiert wird. Mit den Worten "Ich bin erschreckt über den Wertewandel in unserer Gesellschaft. Pazifismus ist jetzt böse – Bellizismus ist super" bringt er eine gesellschaftskritische Perspektive ein.

Thematische Schwerpunkte der Sendung

  • Zukunftsfähigkeit und Reformbedarf der Bundeswehr
  • Kritische Bewertung der aktuellen Aufrüstungspläne
  • Entwicklung einer neuen europäischen Sicherheitsarchitektur
  • Gesellschaftlicher Diskurs über Verteidigungspolitik und Wertewandel
  • Bedeutung und Attraktivität des Soldatenberufs

Die Sendung verspricht eine kontroverse und vielschichtige Diskussion zwischen Vertretern unterschiedlicher politischer Lager und Fachrichtungen. Während Kiesewetter und Major eher reform- und sicherheitsorientierte Positionen vertreten, bringen van Aken und Welzer kritische und pazifistische Perspektiven ein. Diese Konstellation ermöglicht eine ausgewogene Betrachtung eines der drängendsten politischen Themen der Gegenwart.

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