Schülerzeitungen aus Mecklenburg-Vorpommern glänzen beim Bundeswettbewerb
Die Bundesjury des renommierten Schülerzeitungswettbewerbs der Länder stand vor einer anspruchsvollen Entscheidung. Aus dem gesamten Bundesgebiet wurden herausragende journalistische Leistungen von jungen Nachwuchsredakteuren bewertet, die sich über Landeswettbewerbe für das Bundesfinale qualifiziert hatten. Die Preisverleihung findet im Juni 2026 im Bundesrat statt und wird von einem Kongress mit fachlichen Workshops begleitet.
Bundesweite Anerkennung für journalistisches Engagement
Insgesamt 33 Schülerzeitungen aus zwölf Bundesländern konnten sich über 34 Auszeichnungen freuen. Der Wettbewerb, der bereits seit 2004 unter dem Motto „Kein Blatt vorm Mund“ stattfindet, ehrt sowohl sorgfältig recherchierte Einzelbeiträge als auch überzeugende Gesamtausgaben von Print- und Onlinezeitungen. Die Auszeichnungen werden in sechs Schulkategorien vergeben: Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Förderschulen und berufliche Schulen. Zusätzlich wurden elf Sonderpreise für herausragende thematische Schwerpunkte verliehen.
Clara Hoheisel vom Geschäftsführenden Bundesvorstand der Jugendpresse Deutschland betont die Bedeutung dieses Engagements: „Viele Redaktionen arbeiten wie kleine Lokalredaktionen. Sie recherchieren hartnäckig, führen Interviews auf Augenhöhe und entwickeln eigene investigative Ansätze. Dass so viele Beiträge Haltung zeigen und zugleich journalistische Standards ernst nehmen, ist ein starkes Signal für die Zukunft des Journalismus.“
Mecklenburg-Vorpommern mit beeindruckenden Erfolgen
Unter den ausgezeichneten Redaktionen befinden sich zwei Schülerzeitungen aus Mecklenburg-Vorpommern, die mit ihrer journalistischen Qualität überzeugten. In der Kategorie Regionalschulen belegte „Die Gingster Welle“ von der Insel Rügen einen hervorragenden zweiten Platz. Damit konnte die Regionale Schule in Gingst an ihren vorherigen Erfolg im Landeswettbewerb anknüpfen.
Einen Sonderpreis erhielt das Redaktionsteam von „Innenhof“, der Schülerzeitung des Innerstädtischen Gymnasiums Rostock. Der Preis „Gesund und sicher durch den Schulalltag“ wird von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung gestiftet und würdigt besondere thematische Schwerpunkte.
Vielfältige Landschaft der Schülerzeitungen in MV
Die Erfolge beim Bundeswettbewerb spiegeln die lebendige Schülerzeitungslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern wider. Bereits auf Landesebene hatten sich verschiedene Redaktionen durchgesetzt:
- In der Kategorie Grundschule gewannen die „Rugard Kids News“ von der Grundschule „Am Rugard“ in Bergen auf Rügen.
- Beste Print-Schülerzeitung an einem Gymnasium wurde 2025 „eXmonte“ vom Gymnasium am Sonnenberg in Crivitz.
- Beste Online-Schülerzeitung war „Der Koboldt“ vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Greifswald.
- Den Preis für die beste Schülerzeitung an einer Förderschule gewann das überregionale Förderzentrum für Sehbehinderte Neukloster für „Blind Date“.
Bundesweite Teilnahme und Preisgelder
Am Bundeswettbewerb hatten sich rund 600 Schülerzeitungsredaktionen beteiligt, wobei die meisten sich über Landeswettbewerbe qualifizierten. Für die Sonderpreise waren jedoch auch direkte Bewerbungen möglich. Der Wettbewerb stärkt nicht nur das Erlernen journalistischer Arbeitsmethoden, sondern fördert auch demokratische Strukturen an Schulen.
Die Preisgelder sind attraktiv gestaltet: Je Schulart erhalten die Redaktionen für den ersten Platz 1000 Euro, für den zweiten Platz 500 Euro und für den dritten Platz 250 Euro. Der Online-Preis ist ebenfalls mit 1000 Euro dotiert. Diese finanzielle Anerkennung unterstreicht die Wertschätzung für das Engagement der jungen Journalisten.



