Politico-Reporterin enthüllt: So verhält sich Trump in privaten Telefonaten
Politico-Reporterin enthüllt Trumps Verhalten am Telefon

Politico-Reporterin enthüllt: So verhält sich Trump in privaten Telefonaten

Sophia Cai, die für POLITICO und das globale Netzwerk des Axel-Springer-Verlags über das Weiße Haus berichtet, verfügt über einen besonderen Zugang zu Donald Trump: das Telefon. In einem exklusiven Gespräch mit BILD-Moderator Thomas Kausch gewährt sie intime Einblicke in ihre regelmäßigen Telefonate mit dem US-Präsidenten.

Der Präsident ohne Show: Ein privaterer Trump

„Er ist nicht sehr viel anders als in der Öffentlichkeit“, verrät Cai. „Ich denke, wenn die Kameras an sind, fühlt er sich, als müsse er eine Show liefern. Und er nennt es auch ‚die Show‘.“ Sie schildert, wie Trump seinen Mitarbeitern vor Presseauftritten sagt: „Seid ihr bereit für die Show?“ und nachher fragt: „Hat dir die Show gefallen?“

Doch am Telefon ändere sich dies: „Wenn du ihn am Telefon erreichst, fühlt er nicht mehr die Notwendigkeit, eine Show zu machen.“ Dennoch sei sich Trump stets bewusst, dass er mit Journalisten spreche. „Er pflegt direkte Beziehungen zu Journalisten, kennt ihre Namen und Medien“, erklärt die erfahrene Reporterin.

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Strategische Anrufe und persönliche Gespräche

Auf die Frage, wie sie überhaupt an Trumps Telefonnummer gekommen sei, antwortet Cai: „Gute Frage. Ich habe sie von einer Quelle, die ich seit ein paar Jahren kenne.“ Letztes Jahr habe sie entschieden, es einfach einmal zu probieren – einen Tag nach Weihnachten. Seitdem versuche sie, eine Beziehung zu ihm aufzubauen.

Ihre Strategie für erfolgreiche Anrufe verrät sie ebenfalls: „Ich versuche, strategisch zu sein, wann ich anrufe. Meistens zu einer Zeit, von der ich weiß, dass er wahrscheinlich frei ist.“ In ruhigeren Phasen, wenn sein Terminkalender weniger gefüllt sei und er sich in der Residenz aufhalte, bestehe eine größere Chance, dass er abnehme. „Bis jetzt hatte ich ziemlich viel Glück“, fügt sie fast beiläufig hinzu.

Von Weltpolitik bis Fußball: Die Themen der Gespräche

In ihren Telefonaten behandelt Cai sowohl ernste als auch leichtere Themen. In einem jüngsten Gespräch diskutierten sie den Krieg gegen den Iran und die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Zur iranischen Mannschaft, die sich qualifiziert hat, sagte Trump laut Cai: „Es ist mir wirklich egal.“ Dies habe er mehrmals wiederholt und hinzugefügt: „Wissen Sie, der Iran ist ein Land, das bereits geschlagen ist, sie pfeifen aus dem letzten Loch. Also ist mir das egal.“

Zur WM zeigte sich Trump hingegen versöhnlicher, auch gegenüber Mexiko und Kanada. „Er liebt es, Gastgeber zu sein“, so Cais Einschätzung. Auf die Frage nach dem jüngsten Besuch von Kanzler Friedrich Merz im Oval Office antwortet die Reporterin eindeutig: „Ich denke, beide haben gewonnen.“

Ein Präsident mit Zeit für Fragen

Trump nehme sich in den Telefonaten normalerweise ein paar Minuten Zeit, um Fragen zu beantworten. „Er nimmt meist noch ein paar weitere Fragen an, wenn die erste gut ist“, berichtet Cai. Dabei sei er erstaunlich persönlich: „Er fragt dich, wie es dir geht. Manchmal muss man wirklich sicherstellen, dass das Gespräch konzentriert bleibt, damit er deine Fragen beantwortet.“

Diese Einblicke zeigen einen US-Präsidenten, der zwischen öffentlicher Inszenierung und privateren Momenten navigiert – und dabei stets die Kontrolle über seine Botschaften behält.

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