Bares für Rares: 200 Jahre alter Silberfisch erzielt sensationelle 1.200 Euro
Silberfisch bei Bares für Rares bringt 1.200 Euro

Bares für Rares: Silberner Fisch wird zum Sensationsfund

Die beliebte ZDF-Sendung Bares für Rares präsentierte am 25. März 2026 wieder außergewöhnliche Raritäten mit faszinierenden Geschichten. Moderator Horst Lichter führte durch eine Folge voller denkwürdiger Fundstücke, wobei ein besonderes Objekt alle Erwartungen übertraf.

200 Jahre alte Besamimbüchse in Fischform

Sabine und ihre Tochter Lara brachten eine außergewöhnliche Rarität in die Sendung: eine Besamimbüchse in Form eines silbernen Fisches, die sie im Nachlass von Sabines verstorbenem Stiefvater entdeckt hatten. Ursprünglich stark oxidiert, erstrahlte das Objekt nach einer Politur wieder in vollem Glanz. Die Besitzerinnen wollten wissen, welchen Wert der geheimnisvolle Fisch tatsächlich besitzt.

Experte Patrick Lessmann erkannte sofort, dass es sich um eine traditionelle Besamimbüchse aus dem jüdischen Glauben handelt. Diese Gefäße werden am Ende des Sabbats verwendet, um wohlriechende Gewürze wie Myrte, Zimt oder Orangenschalen aufzunehmen. Der Duft soll den Übergang in die neue Woche begleiten und Kraft spenden.

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Kunstvolle Verarbeitung und historische Herkunft

Die Verarbeitung der Büchse beeindruckte den Experten besonders:

  • Der Fisch besitzt einen polierten Kopf mit Mondstein-Augen
  • Der Korpus besteht aus beweglichen Gliedern, die Schuppen darstellen
  • Punzen verrieten die Herkunft: Stadtmarke von Tønder in Dänemark
  • Initialen des Silberschmieds Poul Hansen (tätig 1785-1830)
  • Eine Gravur mit der Jahreszahl 1824 bestätigte das hohe Alter

Trotz kleinerer Schäden – drei fehlende Schuppen – befand sich die Büchse insgesamt in gutem Zustand. Sabine hatte mit 250 bis 300 Euro gerechnet, doch Lessmann überraschte sie mit einer weitaus höheren Einschätzung von 800 bis 1.000 Euro.

Bieterschlacht im Händlerraum

Im Händlerraum entfachte das außergewöhnliche Stück sofort einen lebhaften Bieterwettstreit. Obwohl der Fisch aus 826er-Silber gefertigt war und somit keinen hohen Materialwert aufwies, erkannten die Händler seinen kulturellen und kunsthandwerklichen Wert. Die Gebote kletterten schnell über die 1.000-Euro-Marke.

Schließlich setzte sich Julian Schmitz-Avila durch und erwarb die Besamimbüchse für sensationelle 1.200 Euro. Sabine und Lara waren überwältigt vom Verkaufserfolg – der unerwartete Erlös fließt nun direkt in ihre Reisekasse. Ein märchenhaftes Ergebnis für ein lange übersehenes Stück aus dem Familiennachlass.

Weitere Highlights der Sendung

Neben dem Silberfisch präsentierte die Sendung weitere bemerkenswerte Raritäten:

  1. Goldscheider Steinadler: Michael aus Bad Rappenau brachte einen imposanten Steinadler aus Wiener Fayence mit, entworfen von Tierbildhauer Anton Puchegger um 1913/1914. Expertin Dr. Bianca Berding schätzte den Wert trotz eines restaurierten Brandrisses auf 400 bis 500 Euro.
  2. Ölgemälde „Blumenstrauß“: Jörg und sein Sohn Christoph präsentierten ein Ölgemälde von Otto Gleichmann aus dem Jahr 1959. Dr. Bianca Berding taxierte das Spätwerk mit seiner matten, pudrigen Farbigkeit auf 1.500 bis 1.800 Euro.
  3. Chapeau Claque: Wolfgang und Waltraud brachten einen klappbaren Zylinder aus den 1920er-Jahren, hergestellt vom Hutmachermeister G. Rücker. Expertin Annika Raßbach schätzte den gut erhaltenen Hut auf 50 bis 80 Euro.
  4. Märchenbilder der Gebrüder Grimm: Jörg und Tim fanden sechs historische Chromolithografien aus dem Meinhold Verlag, Dresden (1904-1918). Annika Raßbach schätzte das Set mit Illustrationen namhafter Künstler trotz Beschädigungen auf 300 bis 360 Euro.

Die Sendung Bares für Rares ist seit Jahren eine feste Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und begeistert regelmäßig mit skurrilen, faszinierenden und manchmal fragwürdigen Raritäten. Die heutige Folge zeigte einmal mehr, dass selbst unscheinbare Gegenstände aus dem Familiennachlass zu wertvollen Schätzen werden können.

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