ZDF trennt sich von drei Moderatoren bei 'hallo deutschland'
Beim ZDF-Boulevardmagazin "hallo deutschland" findet ein umfassender Personalumbruch statt. Der Sender hat entschieden, drei etablierte Moderatoren zu ersetzen und setzt künftig auf ein neues Duo. Nachdem bereits über die Abgänge von Lissy Ishag und Babette von Kienlin berichtet wurde, äußert sich nun auch Tim Niedernolte zu seiner Entlassung.
Tim Niedernolte reagiert auf sein Aus beim ZDF
Der 47-jährige Moderator, der seit 2014 für "hallo deutschland" vor der Kamera stand und zuletzt sogar als Hauptmoderator fungierte, muss im Sommer 2026 den Sender verlassen. Das ZDF teilte ihm diese Entscheidung direkt mit. Sein Nachfolger wird der 39-jährige Marvin Fischer, der bereits vor seiner Premiere bei der Sendung Nervosität zeigte.
In einem exklusiven Gespräch mit der AZ zeigte sich Niedernolte zwar enttäuscht, aber nicht verbittert: "Natürlich hätte ich diese erfolgreiche Sendung, die mir so ans Herz gewachsen ist, gerne noch ein bisschen länger moderiert. Allerdings weiß ich aus mittlerweile 25 Jahren in den Medien, dass eine sich schließende Tür immer auch eine Tür bedeutet, die sich woanders öffnet."
Kritik an der Kommunikation des Senders
Die Art und Weise, wie das ZDF die Personalentscheidungen kommuniziert hat, stößt bei den betroffenen Moderatoren auf Unverständnis. Lissy Ishag erklärte, sie habe zwar schon länger von der Entscheidung gewusst, aber "vieles habe ich nur auf Nachfrage erfahren". Sie wünschte sich mehr Transparenz vom Sender.
Babette von Kienlin wurde laut eigenen Angaben bereits vor zwei Jahren über die geplanten Umstrukturierungen informiert. Dennoch wirft der Umgang mit den langjährigen Mitarbeitern Fragen auf.
Hintergründe der Personalentscheidung
Das ZDF hatte zuletzt angekündigt, "hallo deutschland" künftig nur noch mit einem Moderationsduo präsentieren zu wollen. Ab Sommer 2026 sollen Marvin Fischer und Sandra Maria Gronewald (49) durch die Sendung führen. Für Tim Niedernolte, Lissy Ishag und Babette von Kienlin bedeutet dies das Ende ihrer Tätigkeit beim Boulevardmagazin.
Wie geht es für Tim Niedernolte weiter?
Der erfahrene Moderator blickt trotz des Rauswurfs optimistisch in die Zukunft. "Und so gehe ich im Sommer mit großer Dankbarkeit für 16 erfüllte und abwechslungsreiche Moderationsjahre im ZDF", so Niedernolte.
Ganz ohne Pläne ist er nicht: "Zurzeit führe ich einige Gespräche und sortiere verschiedene Ideen und Projekte", verrät er. Außerdem will er künftig verstärkt auf eigene Inhalte setzen: "Außerdem setze ich verstärkt auf meine eigenen Formate für mehr gute Nachrichten und Geschichten vom Gelingen. Dazu kann ich hoffentlich bald schon mehr sagen."
Auf die Frage, ob er schon länger von dem geplanten Personalwechsel gewusst habe, reagierte Niedernolte ausweichend. Dies sei "ja schon beantwortet worden von meinen Kolleginnen und dem Sender".
Personalaustausch auch in anderen Sendern
Interessanterweise ist das ZDF nicht der einzige Sender, der aktuell Personalwechsel vornimmt. Auch in der ARD gibt es einen Moderatorinnen-Rauswurf. Der für die Produktion verantwortliche Südwestrundfunk trennt sich von einem bekannten TV-Gesicht, was zeigt, dass Umstrukturierungen im deutschen Fernsehen derzeit an der Tagesordnung sind.



