Bundespräsident Steinmeier: Ramadan ist fest in Deutschland verankert
Steinmeier: Ramadan ist in Deutschland beheimatetes Fest

Bundespräsident würdigt Ramadan als festen Bestandteil deutscher Gesellschaft

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Fastenmonat Ramadan in einer bedeutenden Ansprache als „ein in Deutschland beheimatetes Fest“ bezeichnet. Das Staatsoberhaupt richtete diese Worte in seinem offiziellen Grußwort an die muslimische Gemeinschaft in der Bundesrepublik, das er anlässlich des Endes des Ramadan am Donnerstag in Berlin verlas.

Religiöse Tradition mit gesellschaftlicher Bedeutung

Steinmeier betonte nachdrücklich, dass die Tradition des Ramadan zum religiösen Leben in Deutschland gehöre. „Diese Zugehörigkeit ist nicht nur eine Frage der Religionsfreiheit, sondern auch ein Ausdruck unserer vielfältigen Gesellschaft“, so der Bundespräsident in seiner Erklärung. Der Fastenmonat, der jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, stellt eine der fünf Säulen des Islam dar.

Mit dem Beginn des „Festes des Fastenbrechens“ (Eid al-Fitr), das umgangssprachlich auch als Zuckerfest bekannt ist, starten nun dreitägige Feierlichkeiten. Während dieser Zeit kommen Familien und Freunde zusammen, um gemeinsam zu essen, zu beten und insbesondere Kinder zu beschenken.

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Brückenbauende Traditionen werden gelobt

Besonders hervor hob der Bundespräsident die Praxis vieler Moscheegemeinden, Nachbarn zum gemeinsamen Fastenbrechen einzuladen. „Das ist eine wunderbar großzügige Geste“, erklärte Steinmeier, „die es vielen Menschen leicht macht, die Gebräuche und Traditionen der islamischen Religion kennenzulernen.“

Diese Einladungen würden nach Ansicht des Staatsoberhaupts den Zusammenhalt zwischen unterschiedlichen Religionen und sozialen Gruppen in direkter Begegnung stärken. „Solche Begegnungen sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, fügte Steinmeier in seiner Grußbotschaft hinzu.

Mehrsprachige Kommunikation als Zeichen der Inklusion

Der offizielle Fastengruß des Bundespräsidenten wurde bewusst in mehreren Sprachen veröffentlicht, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Neben der deutschen Fassung stehen Versionen auf Türkisch, Arabisch und Englisch zur Verfügung. Diese mehrsprachige Ausrichtung unterstreicht den inklusiven Charakter der Botschaft und betont die internationale Dimension der muslimischen Gemeinschaft in Deutschland.

Die Anerkennung des Ramadan als fester Bestandteil der deutschen religiösen Landschaft durch das höchste Staatsamt markiert einen bedeutenden Schritt in der gesellschaftlichen Integration. Steinmeiers Worte senden ein klares Signal der Wertschätzung für die muslimische Gemeinschaft und ihre religiösen Praktiken, die mittlerweile seit Generationen in Deutschland praktiziert werden.

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