Torgelow bewegt Senioren mit Rikschas durch Stadt und Umland
Torgelow startet Rikscha-Projekt für Senioren

Neues Projekt kurz vor dem Start

Die zwei Rikschas, in denen zukünftig Senioren durch die Stadt kutschiert werden sollen, sind in Torgelow angekommen. Mitstreiter des Projekts machten sich damit vertraut. Das Rikscha-Projekt in Torgelow nimmt Fahrt auf. Von der Vorstellung der Idee im Sommer 2025 bis zur Umsetzung sind nur knapp zehn Monate vergangen. Für heutige Verhältnisse ist das beachtlich. So herrschte fast Partystimmung, als jetzt rund zwei Dutzend Mitstreiter, Unterstützer und Sponsoren die beiden nagelneuen Rikschas an der Stadthalle begutachteten – inklusive Testfahrten sowohl als Pilot als auch als Mitfahrer. Der Öffentlichkeit soll das Projekt zum Brückenfest am 9. Mai vorgestellt werden.

Projekt steht kurz vor dem Start

„Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind wir weit gekommen“, sagte Alexander Stüwert (Bürgerbündnis mit Kompetenz für Vorpommern) bei der Präsentation, die das Projekt „Rikscha-Fahrten für Senioren in Torgelow und Umgebung“ zusammenfasste. Es brauche immer einen, der es macht. Und der war mit Stüwert gefunden. Er hatte sich der Sache angenommen und innerhalb weniger Tage den Antrag auf Förderung geschrieben. Dazu mussten Bedarfe geklärt, Piloten verpflichtet und ein Verein als Träger gefunden werden. Nicht zuletzt brauchte es Sponsoren.

Projekt dank Förderung rasch umgesetzt

Mit rund 36.000 Euro war das Projekt auch kein Pappenstiel. Wobei der Löwenanteil, 34.000 Euro, von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt kam. Auch die Sparkasse Uecker-Randow hat das Projekt unterstützt. Der Turn- und Sportverein Pommern Torgelow übernahm die Trägerschaft, und es wurde eine Abteilung gegründet, die Alexander Stüwert leitet. „Essenziell ist Christiane Conrad, die für die Koordination zuständig ist“, betonte er. Die Volkssolidarität spiele eine wichtige Rolle.

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Erste Anmeldungen liegen vor

Neben den Rikschas, die jeweils knapp 16.000 Euro kosteten, musste auch Ausrüstung angeschafft werden. So wurden Helme, Jacken, Warnwesten, Laptop mit Drucker, Werkzeug und Sprechgarnituren gekauft. „Dazu kommt ein Telefon, über das Kunden Fahrten buchen können“, erklärte Stüwert. Eine Kundenanfrage habe es auch schon gegeben. „Eine 98-Jährige, die Torgelow endlich kennenlernen will, hat angefragt“, sagte Koordinatorin Christiane Conrad. Die alte Dame sei vor fünf Jahren hierhergezogen und kenne die Stadt bislang kaum.

Fahrten bis 19 Kilometer lang

Die Rikscha-Fahrten, die älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen vorbehalten sind, sollen 30 und 90 Minuten lang sein. Bislang sind zwölf Routen angedacht, etwa die Umrundung von Torgelow (17 Kilometer), ein Ausflug zu den Kasernen (15 Kilometer), Fahrten Richtung Bahnhof Jatznick (15 Kilometer), zur Kaserne Viereck (17 Kilometer), nach Liepe (19 Kilometer), Heinrichsruh (11 Kilometer), Eggesin-Holländerei (17 Kilometer) oder in den Torgelower Norden, Süden, Osten oder Westen. Trotz dieser recht weiten Strecken braucht sich niemand um die Fahrer zu sorgen: Die Rikschas fahren mit elektrischer Unterstützung. Das passt zum Slogan: Torgelow bewegt.

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