Exklusiv: Beamtenpensionen mehr als doppelt so hoch wie Altersrenten
Beamtenpensionen doppelt so hoch wie Renten

Exklusiv: Die große Ungerechtigkeit im Alter

Die Schere zwischen Rentnern und Pensionären klafft weiterhin gewaltig auseinander. Eine exklusive Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten René Springer an die Bundesregierung offenbart erneut die deutlichen Unterschiede bei den Altersbezügen. Während die durchschnittliche Altersrente im Jahr 2024 bei 1296 Euro brutto monatlich lag, erhielten Bundesbeamte im Ruhestand im Schnitt 2736 Euro Pension – mehr als das Doppelte.

Kernbereich des Bundes mit noch höheren Bezügen

Besonders auffällig ist die Situation im Kernbereich des Bundes. Bei Beamten der Bundesministerien, Bundesbehörden wie dem Bundeskriminalamt oder Bundesrichtern liegt die durchschnittliche Pension sogar bei 3310 Euro im Monat. In den ausgewiesenen Durchschnittspensionen sind auch frühere Postbeamte und andere Sonderbereiche enthalten, die den Gesamtwert deutlich nach unten drücken.

René Springer kommentiert die Zahlen gegenüber BILD deutlich: „Die riesigen Unterschiede zwischen Renten und Pensionen sind den allermeisten Bürgern nicht mehr vermittelbar.“ Der arbeits- und sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion fordert eine grundlegende Reform: „Indem wir nur noch bei hoheitlichen Aufgaben verbeamten und somit erreichen, dass alle übrigen Staatsangestellten regulär in die Rentenkasse einzahlen.“

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Renten holen leicht auf – Abstand bleibt riesig

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt eine leichte Annäherung, doch die grundsätzliche Kluft bleibt bestehen. Von 2022 bis 2024 stieg die durchschnittliche Altersrente von rund 1110 Euro auf 1296 Euro – ein deutliches Plus von 16,8 Prozent. Im gleichen Zeitraum legten die Pensionen lediglich von 2697 Euro auf 2736 Euro zu, was einem Anstieg von nur 1,4 Prozent entspricht.

Die Zahlen verdeutlichen: Der Abstand schrumpft minimal, bleibt aber in absoluten Zahlen enorm. Besonders deutlich wird die Diskrepanz bei höheren Bezügen: Nur etwa ein Prozent der Rentner kommt auf mehr als 3000 Euro im Monat – also auf das Niveau der durchschnittlichen Bundespension im Kernbereich.

Diese eklatante Schieflage zwischen den Altersbezügen von Rentnern und Pensionären wirft grundsätzliche Fragen zur sozialen Gerechtigkeit im deutschen Rentensystem auf. Die Diskussion um eine gerechtere Verteilung der Alterslasten gewinnt vor diesem Hintergrund weiter an Bedeutung.

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