Spezialfolge 'Hartz und herzlich' gedenkt Regina: DDR-Zwangsadoption trennte sie lebenslang von ihren Kindern
Hartz und herzlich: Regina lebenslang von Kindern durch DDR-Zwangsadoption getrennt

Emotionaler Abschied in Spezialfolge: Regina lebte mit unerfülltem Sehnsuchtswunsch

In einer bewegenden Spezialfolge der RTL+-Serie "Hartz und herzlich" wurde am 27. Februar der verstorbenen Regina (†70) gedacht. Die gebürtige Thüringerin, die zuletzt im Rostocker Stadtteil Groß Klein lebte, verstarb am Heiligabend 2025 nach der Diagnose eines Gehirntumors und Lungenkrebses im Dezember desselben Jahres. Bis zu ihrem Lebensende blieb ihr der größte Wunsch verwehrt: ihre drei Kinder wiederzusehen, die ihr der DDR-Staat durch Zwangsadoption entrissen hatte.

Trauriges Vermächtnis der DDR-Zwangsadoption

In der Gedenksendung kommt Reginas langjährige Freundin Dani zu Wort, die auf eigenen Wunsch nicht persönlich in der Sendung auftrat, aber ihre letzten Stunden begleitete. Dani äußerte tiefe Trauer darüber, dass Regina niemals die Gelegenheit hatte, ihre beiden Söhne und ihre Tochter kennenzulernen. Die Kinder waren vom DDR-Staat zur Adoption freigegeben worden, nachdem Regina wegen ihrer Fluchtversuche aus der DDR inhaftiert worden war.

Die Rentnerin hatte in früheren Sendungen berichtet, dass sie mehrfach versucht hatte, aus der DDR zu fliehen. Beim zweiten und dritten Fluchtversuch sei sie beinahe erschossen worden, anschließend landete sie im Gefängnis. "Dann haben sie mir die Kinder weggenommen", erzählte die 70-Jährige in bewegenden Worten. Sie betonte, niemals etwas unterschrieben zu haben und bis heute nicht zu wissen, wo ihre Kinder leben.

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Lebenslange Suche und unerfüllte Hoffnungen

Regina hatte zeitlebens gehofft, dass ihre Kinder sie suchen würden. In der Sendung rechnete sie vor: "Meine Tochter ist jetzt 32. Meine einzige Tochter, die würde ich gerne nochmal sehen." Doch dieser Wunsch blieb unerfüllt. Freundin Dani berichtete, dass Regina zwar vermutete, es sei vielleicht besser so, da die Kinder möglicherweise nicht einmal wüssten, dass sie adoptiert wurden, aber dennoch die Hoffnung nie aufgab.

Die Konsequenzen der DDR-Zwangsadoption prägten Reginas gesamtes Leben. Trotz ihrer offenen Art und ihrer Präsenz in "Hartz und herzlich" über viele Jahre hinweg, blieb die Trennung von ihren Kindern eine unheilbare Wunde. In der Spezialfolge erinnerten Freunde und Weggefährten an die wundervollen Momente mit Regina und ihrem Hund Micky.

Zerwürfnis und versöhnliche Worte

Auch Pamela, die zeitweise mit Regina befreundet war, kommt in der Sendung zu Wort. Die beiden Frauen hatten sich zuletzt zerstritten, und Pamela wurde nicht informiert, dass Regina im Krankenhaus lag. "Sonst wäre ich hingefahren – fünf Minuten hätten ja gereicht", erzählte Pamela mit bedauernden Worten. "Ich hätte gern den Streit aus der Welt geschafft."

Die gesamte Abschiedsfolge "Hartz und herzlich Herzensmensch" mit einem umfassenden Rückblick auf Reginas Leben ist in der Mediathek von RTL+ kostenfrei verfügbar. Die Sendung zeigt nicht nur das persönliche Schicksal einer Frau, sondern wirft auch ein Licht auf das dunkle Kapitel der DDR-Zwangsadoptionen, die zahlreiche Familien auseinanderrissen und Betroffene ein Leben lang verfolgten.

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