München warnt vor Wohnungslosigkeit durch neue Grundsicherung
München warnt vor Wohnungslosigkeit durch neue Grundsicherung

Die Stadt München schlägt Alarm: Mit der neuen Grundsicherung führt der Bund strenge Miethöchstgrenzen ein – und das ohne Übergangsfristen. Die Folge: Immer mehr Menschen könnten ihre Wohnung verlieren und obdachlos werden.

„Menschen werden wohnungslos“, warnt die Stadtverwaltung. Die neuen Regelungen bedeuten, dass die Grundsicherung nur noch Mietkosten bis zu einer bestimmten Höhe übernimmt. Liegen die tatsächlichen Mietausgaben darüber, müssen die Betroffenen die Differenz selbst tragen. In München, wo die Mieten ohnehin hoch sind, führt dies zu einem massiven Problem.

Mietschulden steigen rasant

Die Stadt rechnet mit einem sprunghaften Anstieg der Mietschulden. Viele Haushalte könnten die zusätzlichen Kosten nicht stemmen. „Ohne Übergangsfristen drohen Kündigungen und letztlich Wohnungslosigkeit“, so ein Sprecher des Sozialreferats. Besonders betroffen sind Menschen, die bereits jetzt am Existenzminimum leben.

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Millionen Mehrkosten für die Stadt

Die kommunalen Kassen werden zusätzlich belastet: München rechnet mit Mehrkosten in Millionenhöhe, um die Betroffenen auffangen zu müssen. Die Stadt fordert daher vom Bund eine Anpassung der Miethöchstgrenzen an die tatsächlichen Mietpreise vor Ort.

Die neue Grundsicherung sollte eigentlich die Sozialleistungen vereinfachen und die Verwaltung entlasten. Doch in München zeigt sich nun das Gegenteil: Die Regelung trifft die Falschen und führt zu neuen sozialen Verwerfungen. Die Stadt appelliert an die Bundesregierung, die Grenzen zu überprüfen und eine Übergangsfrist einzuführen, um eine Welle von Wohnungslosigkeit zu verhindern.

Bereits jetzt sind viele Münchnerinnen und Münchner von steigenden Mieten betroffen. Die neue Grundsicherung verschärft die Lage zusätzlich. Sozialverbände und die Stadt fordern daher schnelles Handeln. Die Bundesregierung müsse die regionalen Unterschiede bei den Mietkosten berücksichtigen, um eine soziale Katastrophe zu vermeiden.

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