Völler zeigt Verständnis für Hoeneß-Kritik an Nagelsmann
Völler versteht Hoeneß-Kritik an Nagelsmann

DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat grundsätzlich Verständnis für die Kritik von Uli Hoeneß an Bundestrainer Julian Nagelsmann gezeigt, auch wenn er sie inhaltlich nicht teilt. In einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe erklärte Völler: „Als Bundestrainer muss man wissen, dass die ganze Nation bestimmte Entscheidungen hinterfragt. Da muss man Kritik aushalten können – auch die von Uli Hoeneß.“

Hoeneß‘ Recht auf Kritik

Der Ehrenpräsident des FC Bayern habe „mit seiner Vita das Recht dazu, sich kritisch zu äußern. Das macht er auch bei den Bayern, wo er, so wie ich das verfolgt habe, auch nicht alle heiligspricht“, sagte Völler. Grundsätzlich sei das nicht schlimm, weil er wisse, „dass Uli Julian schätzt und ihn seinerzeit erst unbedingt in München halten und dann später zurückholen wollte.“

Inhaltliche Differenzen

Die konkreten Vorwürfe hält der Weltmeister von 1990 jedoch für unbegründet. „Dinge, die faktisch falsch sind, muss man aber auch widerlegen. Zum Beispiel die Sache mit dem Einspielen vor einer WM. Das stellt sich doch ganz anders dar“, sagte Völler und betonte: „Es waren bei jedem Spiel seit Start der WM-Qualifikation mindestens fünf, meist sogar mehr potenzielle Stammspieler verletzt.“

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Hoeneß hatte Nagelsmann in einem DAZN-Interview unter anderem die ständigen Personalwechsel vorgeworfen. Wenn es Deutschland gelänge, eine Mannschaft zu werden, obwohl der Trainer es nicht geschafft habe, zweimal hintereinander mit derselben Elf zu spielen – dann habe man eine Chance, erklärte Hoeneß mit Blick auf die Aussichten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli).

Rückendeckung vom DFB

DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig hatte Hoeneß für seine Aussagen in Richtung Nagelsmann unter der Woche kritisiert und die Angriffe als „einfach unnötig“ bezeichnet. Völler zeigte sich hingegen gelassener und unterstrich die Notwendigkeit, mit Kritik umzugehen, auch wenn sie von prominenten Persönlichkeiten wie Hoeneß komme.

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