Moderne Großküche revolutioniert Essensversorgung in Jessenitzer Kitas
Im Lübtheener Ortsteil Jessenitz hat der Verein Jessenitzer Aus- und Weiterbildung (JAWEV) eine hochmoderne Großküche in Betrieb genommen, die künftig die Essensversorgung für vier vereinseigene Kindertagesstätten sowie das Gästehaus von Biber-Jesse-Tours übernehmen wird. Das Projekt wurde mit insgesamt 694.500 Euro Fördermitteln realisiert, wovon 405.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) stammen.
Fördergelder ermöglichen zukunftsweisende Küchentechnik
Die beträchtliche finanzielle Unterstützung hat es dem Verein ermöglicht, eine Küche zu installieren, die nicht nur äußerst effizient arbeitet, sondern auch den speziellen Anforderungen der Kinderverpflegung gerecht wird. Vereinsgeschäftsführerin Eilyn Brockmöller betont, dass die neue Einrichtung eine deutliche Verbesserung gegenüber der alten, kleineren und weniger zweckmäßigen Küche darstellt. „Hier ist jetzt alles praktisch angeordnet, denn wir haben unsere Praktiker in die Planungen einbezogen“, erklärt Brockmöller.
Flexibler Speiseplan für individuelle Bedürfnisse
Das Küchenteam hat sich bereits mit den modernen Geräten eingearbeitet und kocht nach einem festen, aber flexiblen Speiseplan. Dieser wurde speziell angepasst, um den wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden: Immer mehr Kinder leiden unter Lebensmittelunverträglichkeiten oder werden von ihren Eltern vegan oder vegetarisch ernährt. Der wöchentliche Speiseplan sieht daher nur zweimal Fleisch, einmal Fisch und zweimal vegetarische Gerichte für alle vor. „Das war auch für manche Eltern eine Umstellung, aber uns ist wichtig, den Kindern zu zeigen, dass auch Gerichte gut schmecken können, die man nicht von Zuhause kennt“, so Brockmöller.
Logistisches Meisterwerk: Warme Mahlzeiten für vier Standorte
Die Zubereitung der Mahlzeiten erfolgt zentral in Jessenitz, von wo aus die Speisen in speziellen Thermobehältern zu den Einrichtungen in Heidhof bei Dömitz, Zarrentin und Vellahn transportiert werden. In den Kitas werden die Mahlzeiten dann in Schüsseln serviert, sodass die Kinder selbst entscheiden können, wie viel sie wovon essen möchten. „Das klappt gut und fördert zusätzlich noch die Koordination, denn es ist ja nicht immer einfach, das Essen aus den Schüsseln auf die Teller zu bekommen“, erläutert die Vereinsgeschäftsführerin.
Minister Backhaus zeigt sich beeindruckt
Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) besuchte die neue Küche im Rahmen seiner Tour durch den Wahlkreis und zeigte sich begeistert von der durchdachten Konzeption. „Ich bin ein leidenschaftlicher Hobbykoch, darum kann ich durchaus einschätzen, wie sinnvoll hier alles auf die Abläufe hin konzipiert ist“, stellte der Minister fest. Eilyn Brockmöller lud ihn spontan ein, im Laufe des Jahres gemeinsam für einen guten Zweck zu kochen – ein Angebot, das Backhaus gerne annahm.
Insgesamt versorgt die neue Großküche täglich rund 450 Kinder in den Kitas und dem Hort des Vereins sowie die Gäste des angeschlossenen Gästehauses. Die Investition in moderne Küchentechnik und eine durchdachte Logistik stellt somit einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Essensqualität und Versorgungssicherheit in der Region dar.



