Geplante Reformen: Wann Windeln anzünden vor dem Bundestag?
Wann Windeln anzünden vor dem Bundestag?

Geplante Reformen: Wann Windeln anzünden vor dem Bundestag?

Eine Kolumne von Alexandra Zykunov

Bei den aktuellen Sparvorschlägen der Bundesregierung zeichnet sich ein beunruhigendes Muster ab. Die Leidtragenden sind einmal mehr die Schwächsten der Gesellschaft: Kinder, Mütter und pflegende Angehörige. Also genau jene Gruppen, die sich in der öffentlichen Debatte kaum Gehör verschaffen können.

Es ist ein altbekanntes Spiel: Wenn gespart werden muss, trifft es zuerst die, die nicht laut protestieren. Diejenigen, die keine Lobby haben, die nicht streiken können, die nicht mit Massenprotesten drohen. Stattdessen sind sie zu Hause, kümmern sich um ihre Familien, pflegen Angehörige oder ziehen Kinder groß. Und genau diese Menschen sollen nun erneut die Zeche zahlen.

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Die geplanten Kürzungen im Sozialbereich, bei der Kinderbetreuung und in der Pflege sind nicht nur unfair, sie sind gefährlich. Sie gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt und untergraben die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Denn wer in Kinder investiert, investiert in die Zukunft. Wer Mütter unterstützt, stärkt die Familien. Und wer Pflegende entlastet, sorgt für ein menschenwürdiges Altern.

Doch die Politik scheint in eine andere Richtung zu denken. Statt zu investieren, wird gekürzt. Statt zu entlasten, wird belastet. Und das alles unter dem Deckmantel der Haushaltskonsolidierung. Doch wie viel Sparen verträgt eine Gesellschaft, bevor sie auseinanderbricht?

Es wird Zeit, dass die Betroffenen laut werden. Dass sie sich Gehör verschaffen. Vielleicht ist es an der Zeit, symbolisch Windeln vor dem Bundestag anzuzünden, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Denn die stille Wut der Mütter und Pflegenden ist groß. Sie wird sich irgendwann entladen – und dann wird es zu spät sein.

Die Politik ist gefordert, umzudenken. Statt zu sparen, muss investiert werden. In Kinder, in Familien, in Pflege. Denn das ist keine Frage des Geldes, sondern eine Frage der Prioritäten. Und die sind derzeit mehr als fragwürdig.

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