Bernburg/MZ. – Der Tag der Städtebauförderung kam in diesem Jahr für den Bernburger Wasserturm eigentlich zwei Wochen zu früh. Denn erst dann hätten die zahlreichen Besucher des Wohngebietsfestes am Fuße des Turms das vollständig sanierte Wahrzeichen in neuem Glanz bewundern können. Nach einer mehrjährigen, in drei Etappen durchgeführten Sanierung durch die Stadt Bernburg steckte das Einzeldenkmal am vergangenen Sonnabend noch hinter einem dichten Gerüst, das in den kommenden Tagen vollständig abgebaut werden soll. Doch bereits jetzt ließ sich erahnen, wie gelungen die Restaurierung eines der markantesten Bauwerke der Saalestadt ist.
Ein Rundgang mit dem Experten
Joachim Grossert führte die interessierten Gäste rund um den sanierten Wasserturm und erläuterte die einzelnen Schritte der aufwendigen Sanierung. Dabei ging er nicht nur auf die technischen Details ein, sondern auch auf die Geschichte des „dicken Wilhelm“, wie der Turm im Volksmund liebevoll genannt wird. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von der fachgerechten Wiederherstellung der historischen Bausubstanz und der neuen Farbgebung, die den Turm wieder in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild erstrahlen lässt.
Die Straße, die den Namen trägt
Nicht nur der Wasserturm selbst stand im Mittelpunkt des Festes, sondern auch die nach ihm benannte Straße. An mehreren Informationsständen konnten sich die Gäste über die Geschichte und Entwicklung des Wohngebiets informieren. Die Stadtverwaltung nutzte die Gelegenheit, um über die weiteren Planungen für die Aufwertung des gesamten Areals zu berichten. Dazu gehören unter anderem neue Grünflächen, verbesserte Wegeverbindungen und eine moderne Beleuchtung, die das Wohnviertel noch attraktiver machen sollen.
Ein Wahrzeichen für die Zukunft
Mit dem Abschluss der Sanierung ist der „dicke Wilhelm“ nicht nur ein optischer Gewinn für die Stadt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes. Die Stadt Bernburg hat in den vergangenen Jahren konsequent in die Sanierung ihrer historischen Bauwerke investiert und damit die Lebensqualität in den Stadtteilen nachhaltig verbessert. Der Tag der Städtebauförderung bot den Bürgern die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die Fortschritte zu informieren und die neu gewonnene Schönheit des Wahrzeichens zu feiern – auch wenn die endgültige Enthüllung noch ein paar Tage auf sich warten lässt.



