In Altentreptow haben die Bürger noch bis zum Sonntag, den 10. Mai, die Gelegenheit, über die sogenannten Treptower Träume abzustimmen. Diese Bürgeraktion wird bereits seit drei Jahren von der Stadt durchgeführt. Die Frist zur Einreichung eigener Ideen endete am 30. März. Ziel der Aktion ist es, die Attraktivität der Stadt zu steigern, wie Juliane Krohn, Sachbearbeiterin im Bereich Regionalentwicklung der Amtsverwaltung, erläutert. Nun stehen fünf konkrete Vorschläge zur Abstimmung.
Vier Standorte in der Innenstadt, einer in Klatzow
Während vier der Vorschläge in der Altentreptower Innenstadt realisiert werden sollen, betrifft einer den Ortsteil Klatzow. Dort ist die Errichtung einer neuen Waldschenke auf dem Dorfplatz geplant. Dabei handelt es sich nicht um eine Gaststätte, sondern um eine Bank-Tisch-Kombination, die auch als Picknicktisch, Jägerschenke oder überdachte Gartensitzgruppe bekannt ist. „Vorher stand an dem Platz bereits eine Waldschenke, die jedoch im Laufe der Jahre morsch wurde und abgerissen werden musste“, erklärt Juliane Krohn.
Klosterberg im Fokus: Murmelbahn und Spielwand
Die meisten Vorschläge konzentrieren sich auf den Klosterberg mit seinem angrenzenden Park. Besonders Kinder stehen hier im Mittelpunkt. An erster Stelle der Vorschlagsliste steht der Bau einer fest installierten Holzmurmelbahn. „Diese soll mit mehreren Kurven vom Klosterberg in den Park hinunterführen“, so Krohn. „Kinder haben dabei nicht nur Spaß, sondern betätigen sich auch sportlich, da sie den Berg immer wieder hochlaufen müssen.“ Als möglicher Standort kommt der Bereich seitlich der Turnhalle infrage. Alternativ könnte am „Großen Stein“ eine Würfelspielwand entstehen. „Dort werden Holzwürfel mit Altentreptow-Motiven an einer Stange angebracht, die gedreht werden können. Die Motive zeigen Stadtansichten von Altentreptow“, berichtet Krohn.
Hundefreilaufplatz: Kontroverse um Standort
Auf der Rückseite des Klosterbergs könnte ein eingezäunter Hundefreilaufplatz neben dem Tierheim oder auf der Wiese beim Jugendpavillon entstehen. Andrea Brämer, zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Altentreptow, zeigt sich zwiegespalten. Sie befürchtet, dass Hundehalter ihre Tiere unbeaufsichtigt lassen könnten. „Wenn die Besitzer nicht aufpassen, kann es zu Reibereien zwischen den Hunden kommen“, warnt Brämer. Grundsätzlich befürwortet sie einen Hundeauslauf, sofern die Besitzer verantwortungsvoll handeln und die Hinterlassenschaften ihrer Tiere beseitigen. Zudem sorgt sie sich um mögliche Unruhe im benachbarten Tierheim.
Weitere Option: Bemalung der Stützwand am Katholischen Berg
Ein dritter Bereich betrifft den Katholischen Berg, wo eine bunte Bemalung der Stützwand vorgeschlagen wird. Keines der Projekte darf die Kostenobergrenze von 5.000 Euro überschreiten. „Wenn Träume wahr werden, freuen sich die Bürger“, sagt Juliane Krohn abschließend. „Ich hoffe auf eine rege Beteiligung.“ Die Abstimmung ist noch bis zum 10. Mai online möglich unter: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSeWvfdVAHO8isBnoe-EdSjLkXvO6Bd2Y2GyZpJsdJ43G20FSQ/viewform



