Neuer Familienplatz in Münchner Altstadt: Wasserspielplatz und Ruhezone ab 2027
Familienplatz in Münchner Altstadt: Wasserspielplatz ab 2027

Neuer Familienplatz in Münchner Altstadt: Wasserspielplatz und Ruhezone ab 2027

Seit 2018 arbeiten die Grünen im Bezirksausschuss Altstadt-Lehel an einer bedeutenden Stadtoptimierung, die nun konkrete Formen annimmt. An der Ecke Hochbrückenstraße und Herrnstraße entsteht ein neuer Quartierplatz von 820 Quadratmetern, der speziell für Familien und Kinder gestaltet wird. Die Einweihung ist für das Jahr 2027 vorgesehen, wie die Lokalpolitikerin Andrea Stadler-Bachmaier bestätigt.

Ein Platz für Spiel, Sport und Entspannung

Der neue Platz wird mit einem großen Klettergerüst inklusive Rutsche und einem innovativen Wasserspielplatz ausgestattet. Besonders hervorzuheben ist die Wasserspielfläche mit Bodendüsen, die so konstruiert ist, dass auch Rettungsfahrzeuge darüber fahren können. Diese Idee stammt direkt aus einem Workshop mit Schülern der benachbarten Grund- und Förderschule an der Herrnstraße, deren Wünsche in die Planung einflossen.

Neben den Spielmöglichkeiten wird der Platz auch Ruhezonen bieten. Um den historischen Wolfsbrunnen herum entsteht eine entspannte Atmosphäre mit Sitzbänken und einem neu gepflanzten Baum. Ein Trinkbrunnen rundet das Angebot ab. Für sportliche Aktivitäten sind eine Tischtennisplatte und Bügel für Kraftsport vorgesehen, während in einige Sitzbänke sogar Brettspiele integriert werden sollen.

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Verkehrsberuhigung und politische Vision

Die Hochbrückenstraße wird künftig nur noch für Notarztwagen und Fahrräder zugänglich sein, was zu einer deutlichen Verkehrsberuhigung beiträgt. Andrea Stadler-Bachmaier, die BA-Chefin des Bezirks Altstadt-Lehel, bezeichnet dieses Projekt als eine „Wahnsinns-Aufwertung“ für das Viertel. „Es werden Träume wahr. Wir wollten diesen verkehrsberuhigten Bereich für die Menschen in der Altstadt schaffen, und das Baureferat setzt dies nun um“, erklärt die 50-jährige Grünen-Politikerin.

Ihr Fokus liegt auf der Achse von „Am Kosttor“ bis zur Herrnstraße, wo sie eine harmonische Mischung aus Spiel, Sport und Ruhe etablieren möchte. Der Platz soll nicht nur für Anwohner, sondern auch für München-Besucher attraktiv sein.

Kritikpunkt: Fehlende öffentliche Toilette

Ein Wermutstropfen bei diesem ansonsten vielversprechenden Projekt ist das Fehlen einer öffentlichen Toilette. Die Lokalpolitiker hatten dies von der Stadt gefordert, doch die Verwaltung lehnte ab mit der Begründung, dass im Umkreis von 500 Metern bereits Toiletten am Marienplatz und am Isartor vorhanden seien.

Stadler-Bachmaier kritisiert diese Entscheidung scharf: „Das ist ein altes und leidiges Thema. Doch wir lassen uns nicht abspeisen. Unserer Erfahrung nach sind Toiletten nicht in ausreichender Zahl vorhanden, und dieser Platz wird ein richtiger Treffpunkt für jeden im Viertel sein“. Die Debatte um diese infrastrukturelle Lücke bleibt somit vorerst ungelöst.

Insgesamt markiert der neue Quartierplatz einen bedeutenden Schritt in der Stadtentwicklung Münchens, der Familien und Kinder in den Mittelpunkt stellt und die Lebensqualität in der Altstadt nachhaltig verbessern soll.

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