Gartensaison in Parchim startet: Blütenpracht und Gartengeräte im Fokus
Die Tage werden milder, die ersten Frühlingsboten wie Krokusse zeigen sich – und der Ansturm auf Pflanzen und Gartengeräte in Baumärkten nimmt seinen Lauf. In Parchim und der umliegenden Region nutzen viele Menschen die ersten milden Tage nach dem langen Winter für den Start der Gartensaison. Der Einkauf bunter Frühlingsblüher gehört für zahlreiche Gartenfreunde einfach dazu, wie ein Besuch in örtlichen Baumärkten zeigt.
Erfahrene Gärtner setzen auf robuste Pflanzen
„Nee, lass mal die Finger von den Primeln! Die frieren uns womöglich kaputt!“ Heinz Ebert hält seine Frau zurück, die gerade einen Karton mit den bunten Frühlingsblühern in den Einkaufswagen stellen will. „Lass uns lieber die Hornveilchen nehmen, die können auch mal Frost ab.“ Die beiden erfahrenen Kleingärtner aus der Nähe von Parchim haben bereits einige Säcke mit Kompost auf ihrem Wagen und einen neuen Spaten aus dem Angebot. Sie wissen, dass der März oft ein trockener Monat ist und die Nächte noch frostig sein können, während die Temperaturen tagsüber schon steigen.
Hochbeete als platzsparende Alternative
Auch Menschen ohne eigenen Garten, wie Moritz und Sandra Klein, bereiten sich auf die Saison vor. „Wir haben uns auf unserer Terrasse Hochbeete angelegt, das spart Platz. Wichtig ist ein stabiler, ebener Untergrund, damit die Konstruktion sicher steht!“ erklärt Moritz Klein. Die Beete vor der Mietwohnung werden mit Erdbeeren und Blaubeerstauden bepflanzt, denn die beiden sind leidenschaftliche Obstfans. „Wir haben auch ein Apfelbäumchen als Spalierobst im Kübel, der trägt seit Jahren Früchte“, fügt Sandra Klein stolz hinzu.
Tipps für empfindliche Pflanzen und Gestaltung
Empfindliche Gewächse wie Stiefmütterchen, die in frostfreien Gewächshäusern gezogen werden und Kälte nicht gut vertragen, sollten besser in Töpfen gehalten werden. So können sie bei Frost ins Haus geholt werden. Es empfiehlt sich, die Pflanzen zunächst in Töpfen auf Balkon oder Terrasse zu stellen. Ins Beet kommen sie erst, wenn keine Frostperioden mehr drohen. Stiefmütterchen sorgen bis zum Sommer für Farbtupfer im Garten.
Eine Kombination aus Stauden und Tulpen kann ein harmonisches Bild schaffen. Wer neue Farbkombinationen ausprobieren möchte, findet hier vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Tulpenzwiebeln sollten idealerweise im Herbst gesetzt werden. „Sollten Sie die Tulpen im letzten Herbst nicht gesetzt haben, so besteht aber auch im Frühling noch die Möglichkeit, Ihren Garten mit Tulpen zu bepflanzen,“ weiß Heinz Ebert. Sein Tipp: Feste Zwiebeln ohne Triebspitzen wählen.
Gute Planung als Schlüssel zum Erfolg
Damit die Gartenarbeit im Frühjahr gelingt, ist eine gute Planung entscheidend. Der Standort des Beets spielt dabei eine wichtige Rolle, da unterschiedliche Pflanzen unterschiedliche Ansprüche an Licht, Wasser und Boden haben. Es empfiehlt sich, einen Beetplan zu erstellen und nach dem Prinzip „groß nach klein“ vorzugehen. So bleibt das Gesamtbild harmonisch, da hohe Blumen niedrige Gewächse nicht verdecken.
Vor der Bepflanzung sollten Unkraut und Sträucher entfernt werden, die sich über den Winter im Beet angesiedelt haben. Auch Lücken im Staudenbestand sollten aufgefüllt werden. Winterharte Pflanzen eignen sich hervorragend, da sie bereits vor Frühlingsbeginn blühen und Farbe in graue Tage bringen. Diese sorgfältige Vorbereitung hilft, die Gartensaison in Parchim erfolgreich zu starten und die Freude an der Natur zu maximieren.



