In der Reihe Historische Ansichten nehmen der bekannte Rostocker Fotograf Gerhard Weber und der Stadthistoriker Thomas Werner vom Kulturamt die Leser mit auf eine Zeitreise. Diesmal steht das ehemalige Hotel „Großherzog von Mecklenburg“ im Fokus, das eine bewegte Vergangenheit vom Grandhotel bis zum HO-Betrieb in der DDR erlebte.
Ein Hotel mit langer Tradition
Das Hotel „Großherzog von Mecklenburg“ wurde in den 1890er-Jahren erbaut und zählte zu den renommiertesten Häusern der Hansestadt. In den 1920er-Jahren erhielt es den Namen „Mecklenburger Hof“. Zum Haus gehörten ein Restaurant und ein Konzert-Café, die bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebt waren.
Werbeversprechen aus den 1920ern
In den 1920er-Jahren warb das Hotel mit stolzen 120 Fensterplätzen – ein Hinweis auf die großzügige Ausstattung und die hohe Kapazität. Die Gäste konnten in stilvollem Ambiente speisen und Konzerte genießen.
Wandel in der Nachkriegszeit
Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich die Besitzverhältnisse grundlegend. Eine historische Ansichtskarte aus dem Jahr 1955 zeigt, dass die staatliche Handelsorganisation (HO) der DDR das Gebäude übernommen hatte. Aus dem einstigen Grandhotel war ein HO-Betrieb geworden, der weiterhin als Hotel und Gaststätte diente.
Die Reihe Historische Ansichten beleuchtet regelmäßig solche Veränderungen im Stadtbild Rostocks und bewahrt Erinnerungen an vergangene Zeiten. Die Aufnahmen von Gerhard Weber und die Erläuterungen von Thomas Werner lassen die Geschichte lebendig werden.



