Socken, DDR-Kassetten und Kondome: Kuriose Funde beim Frühjahrsputz in Eggesin
Kuriose Funde beim Frühjahrsputz in Eggesin

Socken, DDR-Kassetten und Kondome: Kuriose Funde beim Frühjahrsputz in Eggesin

Mit einer überwältigenden Resonanz hatte die Eggesiner Bürgermeisterin Bianka Schwibbe (parteilos) nicht gerechnet. Zwischen 60 und 70 Kinder, Frauen und Männer folgten dem Aufruf zum Frühjahrsputz, um ihren Ort noch schöner und sauberer zu gestalten. Die Freiwilligen säuberten Parks, Spielplätze und Buswartehäuschen, wobei sie auf einige kuriosen Funde stießen.

Vielfältige Einsätze für ein sauberes Stadtbild

Bauhofleiter Frank Peters hatte verschiedene Plätze für die Aktion ausgewählt. Eine Gruppe machte sich am Schülerjugendzentrum daran, die lange nicht genutzte Volleyballfläche von Unkraut und Wurzelwerk zu befreien, damit sie wieder nutzbar wird. Parallel wurden Pfähle gesetzt, um die Anlage zu vervollständigen.

Die Jugendwehr mit sechs Kindern und die Feuerwehr mit acht Kameraden waren ebenfalls im Einsatz. Gemeinsam reinigten sie mit Feuerwehrschläuchen und weichen Waschbürsten die 17 Buswartehäuschen in Eggesin und Hoppenwald. Weitere Feuerwehrleute erneuerten die Dachpappe einer Jägerschänke am Wasserwanderrastplatz.

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Am Marktplatz entfernten Helmut Grams, Bauhofmitarbeiter Eugen Herkt und andere Helfer vertrockneten Lavendel und pflanzten frische Exemplare, die gesponsert wurden. Stadtpräsident Gerhard Tewis (CDU) betonte, dass die Sauberkeit in der Stadt grundsätzlich gut sei, aber immer wieder unschöne Stellen auftauchten. Er freute sich über die große Bereitschaft der Bürger beim mittlerweile dritten Frühjahrsputz.

Überraschende Entdeckungen zwischen Sträuchern

Für Kerstin Bauermeister und Uta Saeger war es selbstverständlich, den Spielplatz in der Hans-Fischer-Straße zu reinigen. „Meckern allein hilft nicht“, erklärte Uta Saeger. Sie betonten, dass alle Anwohner Kinder oder Enkel hätten, für die ein sauberer Spielplatz essenziell sei. Was sie jedoch beim Harken fanden, ließ sie staunen: Neben Socken, Flaschen und Zigarettenkippen entdeckten sie alte DDR-Kassetten und sogar Kondome zwischen den Sträuchern.

Helmut Grams, der sich ebenfalls engagierte, wies auf ein weiteres Problem hin: Bei seinen Gassi-Runden mit einem Gasthund sei ihm aufgefallen, dass Hundekot in der Stadt, insbesondere am Park an der Karl-Marx-Straße, ein großes Ärgernis darstelle. „Wir als Bürger sind dafür verantwortlich, wie es in der Stadt aussieht“, sagte er und forderte regelmäßige Appelle an die Bürger, um Abhilfe zu schaffen.

Gemeinschaftsgeist und Belohnung

Nach getaner Arbeit erwartete die Helfer eine verdiente Stärkung am Schülerjugendzentrum. Mitarbeiter hatten Kaffee vorbereitet und den Grill entfacht, um den Einsatz der Freiwilligen zu würdigen. Die Aktion zeigte einmal mehr, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für ein gepflegtes und einladendes Stadtbild ist.

Die kuriose Mischung der Funde – von Alltagsgegenständen wie Socken bis hin zu historischen Relikten wie DDR-Kassetten und unerwarteten Artikeln wie Kondomen – unterstreicht die Bandbreite der Herausforderungen, denen sich die Stadt bei der Sauberhaltung öffentlicher Flächen gegenübersieht. Dennoch bleibt der Gemeinschaftsgeist der Eggesiner Bürger der entscheidende Faktor für eine erfolgreiche Aktion.

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