Rostocks neue Schulküche: Veggie und Schmorkohl für 6000 Mahlzeiten täglich
Neue Schulküche in Rostock: Veggie und Schmorkohl für 6000 Mahlzeiten

Modernste Küche für Rostocks Schulen startet nach den Sommerferien

Im Rostocker Gewerbegebiet Brinckmansdorf entsteht derzeit eine der fortschrittlichsten Großküchen an der gesamten Ostseeküste. Ab dem 24. August 2026 wird diese neue Zentralküche die Essensversorgung für alle öffentlichen Schulen der Hansestadt übernehmen. Die Mittagsmatrosen, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Rostock, bereiten sich auf diesen Meilenstein in der Schülerversorgung vor.

Ambitionierte Ziele für die Schülerversorgung

Andreas Schwarz, Geschäftsführer der Mittagsmatrosen, hat klare Vorstellungen: „Mein Wunsch sind 5500 Essen täglich bis Ende des Jahres“, erklärt er. Derzeit liefert das Unternehmen bereits 4300 Mahlzeiten pro Tag an Rostocker Schüler aus. Mit der neuen Küche soll diese Zahl deutlich steigen. Die Dimensionen der Anlage sind beeindruckend: Im Ein-Schicht-Betrieb können bis zu 6000 Mahlzeiten täglich zubereitet werden, im Drei-Schicht-Betrieb sogar bis zu 15000.

Ruth Ramberger, Mitgeschäftsführerin der Mittagsmatrosen, zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Rekommunalisierung der Schülerversorgung. „Besonders bei den weiterführenden Schulen geht die Versorgungsquote stetig nach oben“, freut sie sich. Mittelfristig soll diese Quote von bisher 30 auf 35 Prozent gesteigert werden.

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Zehn Millionen Euro Investition in moderne Ausstattung

Die Stadt Rostock investiert insgesamt zehn Millionen Euro in die neue Großküche, die über eine Nutzfläche von mehr als 2000 Quadratmetern verfügen wird. Trotz Bauverzögerungen durch die extreme Kälte der vergangenen Monate bleibt der geplante Inbetriebnahmetermin nach den Sommerferien bestehen. „Der dadurch entstandene Bauverzug wird sich nicht auf die geplante Inbetriebnahme auswirken“, betont Ramberger.

Erweitertes Essensangebot mit Fokus auf Qualität

Mit der neuen Zentralküche erweitern die Mittagsmatrosen nicht nur ihre Kapazitäten, sondern auch ihr kulinarisches Angebot. Andreas Schwarz, selbst gelernter Koch, setzt auf eine hohe Bio-Quote, vegetarische Optionen und Regionalität. Bereits jetzt bestellt ein Drittel der Schüler täglich vegetarische Gerichte.

„Die neue Küche markiert den nächsten großen Schritt zu noch mehr Frische, besserer Logistik und einem noch transparenteren Service für unsere Schulen“, so Schwarz. Zu den bisherigen zwei Menülinien kommt mit der Inbetriebnahme eine dritte hinzu: Neben der Vollkost- und vegetarischen Linie wird es eine klassische Linie mit Gerichten wie Senfei oder Schmorkohl geben.

Stabile Preise und mehr Beschäftigung

Ein wichtiger Aspekt für die Familien in Rostock: Die Essenspreise werden mit der Inbetriebnahme der Zentralküche nicht steigen. Es bleibt bei 5,36 Euro für Grundschüler und 5,41 Euro für weiterführende Schulen. Gleichzeitig planen die Mittagsmatrosen, ihre Mitarbeiterzahl von aktuell 80 auf 100 Beschäftigte zu erhöhen.

Die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bilden dabei die Grundlage für eine ausgewogene Verpflegung der Schüler. Mit der modernen Küche und dem erweiterten Angebot setzen die Mittagsmatrosen neue Standards in der kommunalen Schülerversorgung an der Ostseeküste.

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