Neustrelitz: SPD fordert Prüfung des maroden Gehwegs am Südbahnhof
Neustrelitz: SPD will maroden Gehweg am Südbahnhof prüfen

Neustrelitz: SPD fordert Prüfung des maroden Gehwegs am Südbahnhof

Der Gehweg in der Straße zum Südbahnhof in Neustrelitz befindet sich in einem äußerst schlechten Zustand und stellt insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigungen ein erhebliches Hindernis dar. Die SPD-Fraktion hat nun erfolgreich eine Beschlussvorlage eingebracht, die eine umfassende Überprüfung der Verkehrssicherheit dieser Straße vorsieht. Dieser Vorlage stimmten alle Stadtvertreter in der jüngsten Sitzung zu, was einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Situation markiert.

Beschluss zur Prüfung von Neugestaltung und Parkplatzoptionen

Gemäß der Beschlussvorlage soll nicht nur die aktuelle Sicherheit des Gehwegs evaluiert werden, sondern auch geprüft werden, ob eine Neugestaltung sinnvoll ist. Bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau wurde das Thema intensiv diskutiert. Dabei brachte Jakob Arlt von der SPD die Idee ins Spiel, kostenpflichtige Parkplätze entlang der Straße einzurichten. Diese Maßnahme könnte laut Arlt vielen Bürgern die Möglichkeit bieten, dort einen freien Parkplatz zu finden, da aktuell ohnehin wild geparkt werde.

Fraktionskollegin Kathleen Supke unterstützte diesen Vorschlag und wies darauf hin, dass Fußgänger in der dunklen Jahreszeit auf dem unebenen Gehweg ernsthafte Sturzgefahren erleiden könnten. Sie betonte, dass dringender Handlungsbedarf bestehe, um Unfälle zu vermeiden und die Nutzbarkeit für alle Bürger zu gewährleisten.

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Stadtverwaltung zeigt Engagement für zeitnahe Lösungen

Baudezernent Nico Ruhmer erklärte, dass die Stadtverwaltung den Gehweg bereits vor der offiziellen Vorlage der SPD inspiziert habe. Man plane, die vorhandenen Mängel zeitnah zu beheben und gleichzeitig die Straßenbeleuchtung zu verbessern, um die Sicherheit insbesondere in den Abendstunden zu erhöhen. Ruhmer betonte, dass die Stadt das gesamte Gebiet um den Bahnhof als Einheit betrachten wolle, um ganzheitliche Lösungen zu entwickeln.

In Bezug auf die Parkplatzidee äußerte Ruhmer, dass durch die Einrichtung von kostenpflichtigen Parkplätzen durchaus Einnahmen generiert werden könnten. Allerdings müsse dabei die Akzeptanz der Bürger im Vordergrund stehen, um eine breite Unterstützung für die Maßnahmen zu sichern. Die Parkplatzsituation am Bahnhof sei insgesamt angespannt, da immer mehr Einwohner, die regelmäßig mit der Bahn pendeln, zusätzliche Stellplätze benötigten.

Frühere Pläne zur Beseitigung des Gehwegs verworfen

In einem früheren Entwurf der SPD-Vorlage war sogar in Erwägung gezogen worden, den Gehweg komplett zu beseitigen. Dieser radikale Ansatz wurde jedoch von der Stadtverwaltung abgelehnt, da er die Bedürfnisse von Fußgängern und insbesondere von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ignoriert hätte. Der aktuelle Beschluss sieht stattdessen vor, dass die Stadt prüfen soll, wie intensiv der Gehweg tatsächlich genutzt wird und ob Teile der Fläche möglicherweise für Parkzwecke umgewidmet werden können, ohne die grundlegende Funktion des Weges zu beeinträchtigen.

Diese differenzierte Herangehensweise soll sicherstellen, dass sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Parkplatznot am Südbahnhof adressiert werden, ohne dabei die Interessen der Fußgänger zu vernachlässigen. Die Stadt Neustrelitz demonstriert mit diesem Vorgehen ihr Engagement für eine integrative und praktikable Stadtentwicklung, die alle Bürger im Blick behält.

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